Wandern mit Kindern: 25 Motivationstipps für kleine Kinder

Wandern mit Kindern: 25 Motivationstipps für kleine Kinder

Wandern mit Kindern: Von der Kraxe zum selbst laufen

Es ist soweit: Das Kind wird langsam zu schwer für die Kraxe. Nachdem wir mit Baby zahlreiche Wanderungen unternommen haben und mein Mann unsere große Tochter im Tragerucksack alle erdenklichen Berge hoch- und wieder runtergetragen hat, ist es an der Zeit, dass das Kind nun selbst wandert.

Wir lieben das Wandern und das Wandern mit Kindern. Der Übergang vom Tragerucksack hin zu einem selbst wandernden Kind war bzw. ist nicht immer einfach.

Wir Eltern müssen häufig bei der Motivation ein wenig nachhelfen.

Wie viel kann ein Kind schon selbst wandern

In diesem Artikel habe ich 25 Motivationsideen gesammelt, damit Kinder Spaß am Wandern haben.

Dabei handelt es sich um Tipps für kleine Kinder, die zwischen 3 und ca. 4,5 Jahre alt sind, denn für dieses Alter habe ich bisher Erfahrungen sammeln können. Mittlerweile ist unsere große Tochter etwas über vier Jahre alt und wir merken, dass die „einfachen“ Motivationstricks nicht mehr bei ihr ziehen, da sie dafür teilweise schon zu alt geworden ist.

Es bleibt also weiterhin spannend!

Inhaltsverzeichnis

  1. Ab welchem Alter kann ein Kind selbst wandern?
  2. Wie weit kann ein Kind selbst wandern?
  3. Meine Tipps für entspanntes Wandern mit kleinen Kindern ohne Kraxe
  4. Wandern mit Kindern: Meine 25 Motivationstipps für kleine Kinder
  5. Ausrüstungstipps für das Wandern mit Kindern
  6. Mein Fazit zum Wandern mit kleinen Kindern
  7. Wandern mit Kindern: Ausrüstungstipps, Wanderführer und interessante Blogbeiträge

Ab welchem Alter kann ein Kind selbst wandern?

Die Kraxe war bei uns bis zu einem Alter von 3 Jahren und 3 Monaten im Einsatz. Selbstverständlich ist unsere Tochter auch vorher schon selbst gewandert. Mal mehr, mal weniger weit. Wir haben früh versucht, sie zum Laufen zu motivieren. Die Kraxe war allerdings immer mit dabei, da wir lange keine ausnahmslos kindgerechten Wanderungen unternommen haben. Dauer, Länge und auch Anspruch unserer Touren waren für ein 3jähriges Kind nicht zu schaffen.

Wandern mit Kraxe Kaisertal

Mit 3 Jahren und 3 Monaten haben wir uns entschieden, dass der Tragerucksack nun sein Soll erfüllt hat.

Ab welchem Alter Dein Kind selbst wandern muss/darf, kannst nur Du alleine entscheiden. Es kommt einerseits auf Dein Kind an und andererseits auch darauf, wie lange Du Dein Kind überhaupt in der Kraxe längere Strecken tragen kannst.


Unsere Kraxe beim Wandern: Die OSPREY Poco Kinderkraxe (für kleine Kinder) und die Deuter Kid Comfort (für ältere Kinder)


Wie weit kann ein Kind selbst wandern?

Das ist die Frage aller Fragen und es gibt hier nicht die EINE Antwort. Wichtig ist: Vergleiche Dein Kind nicht mit anderen Kindern, denn jedes Kind ist anders. Und noch wichtiger: Zwinge Dein Kind nicht zum Wandern, es soll Spaß daran haben.

Mit 3 Jahren haben wir Wanderungen unternommen, bei denen unsere Tochter 4 Kilometer und ca. 100 Höhenmeter selbst gewandert ist. Gerade ist sie 4 Jahre alt geworden und ich kann ihr 8 Kilometer und ca. 500 Höhenmeter zumuten. Das ist schon eine Menge für ein Kind ihres Alters und wahrscheinlich nur möglich, weil sie einfach fit ist. Solche Touren sind aber auch bei uns noch die Ausnahme.

Wanderung Straubinger Haus mit Kindern

Tastet euch langsam ran und wählt zu Beginn lieber kürzere Wanderungen.

Wandern mit Kindern: Meine Tipps für entspanntes Wandern mit kleinen Kindern ohne Kraxe

Die richtigen Wanderwege finden

Die Wahl eines geeigneten Wanderweges ist das A und O. Im Grunde ist jeder Wanderweg für Kinder geeignet, sofern Länge, Höhenmeter und Anspruch zum Können des Kindes passen.

Du solltest auf jeden Fall Forstwege und Zufahrtsstraßen zu Hütten meiden. Während Dein Kind eben noch wie ein junges Reh die Steine hochgehüpft ist, zieht sich die Wanderung auf solchen Wegen wie zäher Kaugummi. Je felsiger und spannender der Weg ist, desto besser.

Die meiste Wandermotivation benötigen Kinder dann, wenn der Weg langweilig wird. Ein abwechslungsreicher und spannender Wanderweg ist die Beste Motivation für kleine Wanderer.

Wanderwege für kleine Kinder

Ansonsten kannst Du Wandern- bzw. Pausen-Highlights schaffen, in dem Du Wanderwege wählst, die eine Hütte oder Alm als Ziel haben. Die Aussicht auf einen Kaiserschmarren und einen Spielplatz motivieren ungemein. Meines Erachtens ist solch eine Hütte allerdings kein Muss. Die Natur bietet genügend Platz zum Austoben, zum Spielen und zum Pause machen, wir müssen nur wieder lernen genau hinzuschauen.

Die Trage als Back-Up mitnehmen

Wir hatten und haben als Back-Up immer noch unsere Manduca-Trage mit dabei. Sie geht bis zu einem Körpergewicht von 20 Kilogramm. Die Trage kam zwar nicht häufig zum Einsatz, aber wenn, dann waren wir mehr als froh, dass wir sie dabeihatten.

Manduca Tragehilfe beim Wandern mit Kleinkind

Tipp einer Leserin: Die Wandertrage Buzzidil für Kleinkinder von 2-5 Jahren.


Plane sehr, sehr viel Zeit ein

Sehr viel Zeit einzuplanen ist zu Beginn besonders wichtig. Während wir beim Wandern mit Baby und beim Wandern mit Kraxe schon so viel Erfahrung gesammelt haben, dass wir genau wissen, wie lange die Kinder getragen werden können und wollen, so war das Thema selbst laufen auch für uns am Anfang absolutes Neuland.

Wir planen aktuell doppelt so viel Zeit ein, wie angegeben. Ich meine mich zu erinnern, dass wir zu Beginn noch langsamer waren.

Dein Kind muss Spaß haben

Ist klar, oder? Meine Tochter meckert manchmal so viel, dass man denken könnte, wir tun ihr gerade etwas Furchtbares an. Das Ding ist, wir wissen, dass es ihr Spaß macht. Sie ist nur unglaublich sensibel und zugleich ausdrucksstark. Ein Grad zu heiß und sie kann nicht mehr laufen. Die Hände ein wenig zu kühl und sie kann nicht mehr laufen. Eine Falte in der Jacke, die da nicht hingehört, und sie kann nicht mehr laufen….

Die meiste Zeit ist sie aber mit Feuer und Flamme dabei, auch wenn sie es nicht immer so zeigen kann. Du kennst Dein Kind am besten und ob es Spaß hat oder nicht, wirst Du ziemlich schnell rausfinden.

Motiviere nicht über

Natürlich soll die Laune oben und das Kind am Laufen bzw. Wandern gehalten werden. Aber ab und zu sollte die Lauf-Motivation dennoch aus dem Kind selbst kommen.

Die letzten Meter zum Straubinger Haus

Dein Kind möchte nicht selbst wandern. Was tun?

Es gibt Kinder, die wandern nicht. Wirklich. Egal welche Tricks Du anwendest und egal, wie großartig der Tag in Summe gewesen sein mag, sie wollen bei der nächsten Wanderung nicht mitkommen.

Leider kann ich Dir nur raten, in diesem Fall auf andere Draußen-Aktivitäten zurückzugreifen. Kling erst einmal hart, oder?

Auch wir haben eine Wander-Pause einlegen müssen. Zwischen August und Januar waren wir nicht wandern, außer mit Freuden, ansonsten hatten wir keine Chance die Tochter zum Laufen zu bewegen. Das Problem war nicht das Wandern, sondern die Tatsache, dass sie jetzt nicht mehr getragen wird, während die kleine Schwester die Annehmlichkeiten der Trage voll und ganz genießt. Nach vier Monaten Wander-Abstinenz ging es dann wieder richtig los.

Mit Kindern um den Chiemsee fahren
Fahrrad fahren statt wandern


Wandern mit Kindern: Meine 25 Motivationstipps für kleine Kinder

Endlich ist es soweit: Der Wanderrucksack ist gepackt und ihr steht motiviert am Wanderparkplatz. Die ersten Meter laufen auch noch wunderbar und dann geht das Meckern schon los?

Ganz wichtig: Frage Dich IMMER: „Warum will mein Kind nicht laufen?“

Es gibt verschiedene Gründe, warum Kinder nicht weiter wandern wollen bzw. können, sie können sie in der Regel nur nicht selbst benennen. Mögliche Gründe: Hat es Hunger? Hat es Durst? Ist ihm zu warm? Ist ihm zu kalt? Kann es nicht mehr laufen und braucht eine Pause? Hast Du die obigen Punkte abgehackt bzw. die Bedürfnisse befriedigt, dann ist es wahrscheinlich Langweile.

Warum will Dein Kind nicht wandern

In 4 von 5 Fällen bedeutet die Aussage „Ich kann nicht mehr laufen“, bei meiner Tochter übersetzt: „Mir ist langweilig“. Was also tun?

Die folgenden Motivationshilfen fürs Wandern mit Kindern haben sich bei uns im letzten Wanderjahr bewährt. Manche davon nutzen wir nicht mehr, manche sind erst mit der Zeit dazugekommen, manche waren zwischendrin gar nicht mehr gefragt und manche hat sich unsere Tochter selbst ausgedacht. Jedes Kind ist anders.

Picke Dir einfach raus, was für Dich und vor allem für Dein Kind passt.

Viel Spaß beim Wandern

  1. Balancieren
    Nutzt jeden Baumstamm, der sich anbietet zum Balancieren. Da kommt Langweile erst gar nicht auf.
    Balancieren auf dem Weg zum Straubinger Haus
  2. Klettern
    Klettern ist immer gut. Steine eigenen sich zum Draufklettern und Runterspringen hervorragend. Aber auch Baumstümpfe sind dazu prädestiniert. Habt ihr euch einen steinigen Weg rausgesucht, dann ist das perfekt. Aus Steinstufen für Erwachsene werden schnell Kletterpartien für kleine Wanderer.
    Wandern mit Kindern Motivationtricks
  3. Piksen
    Wir kneifen uns manchmal beim Wandern in den Po. Bzw. das Kind darf uns in den Po kneifen. Wir hüpfen dann theatralisch ein paar Meter weiter nach vorne. Ein großer Spaß für alle und ein paar weitere Wegmeter, die wir lachend zurückgelegt haben.
  4. Das Kind geht voran
    Unsere Tochter geht gerne voran. Das bedeutet eine Aufgabe zu haben und so eine Aufgabe während des Wanderns fühlt sich großartig an. Natürlich thematisieren wir diese Verantwortung immer wieder, denn sonst kriechen wir nach einer gewissen Zeit langsamer als die Schnecken hintereinander her.
  5. Beeren & Kräuter pflücken
    Je nach Jahreszeit und Wandergebiet lassen sich wunderbar Beeren bzw. Kräuter suchen und pflücken. Entweder ihr verputzt sie gleich (Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren) oder ihr packt sie ein und bereitet daraus etwas Leckeres zu (z.B. Blaubeer-Muffins, Bärlauch-Pesto, Gänseblümchen-Sirup, Holunderblüten-Gelee).
    Beeren pflücken Wandern mit Kindern Tipps
  6. Verstecken & Erschrecken
    Das Kind oder ein Erwachsener geht vor und versteckt sich hinter einem Baum, Busch oder Stein und hüpft auf den Weg, sobald der Rest der Familie näherkommt.
  7. Wanderstöcke suchen
    Ein richtiger Wanderer braucht auch einen Wanderstock. Diesen gilt es erst einmal zu suchen. Wer wandern will wie ein Profi, und das wollen Kinder oft, der darf sich natürlich auch die Stöcke der Eltern ausleihen.
    Wanderstöcke für Kinder
  8. Kleine Aufgaben lösen
    Dieses Spiel hat sich meine Tochter allein ausgedacht. Bei uns heißt es „Absperrung spielen“. Jeder hat einen Stock. Einer läuft vor und sperrt den Weg mit dem Stock ab. Sobald die anderen an der Absperrung angekommen sind, fragen sie: „Was müssen wir machen?“. Damit die Absperrung aufgeht, müssen kleine Aufgaben erfüllt werden. Beispiel gefällig? Auf einem Bein hüpfen, ein Lied singen, auf Englisch bis drei zählen, einen Zauberspruch ausdenken usw.
  9. Schätze mitnehmen
    Besonders schöne Steine oder Tannenzapfen tragen wir für das Kind schonmal mit nach Hause. Kleine Stöcke und Blätter ebenfalls. Das Suchen und Sammeln von solchen Schätzen hält die Wanderlaune oben und was tut man nicht alles dafür. Aus solchen Schätzen lassen sich später großartige Dinge basteln.
    Buchtipps:
    Basteln mit Natur: Kunterbunte Kreativideen für Kinder
    Bock auf Stock – Das Naturbastelbuch
    Basteln mit Steinen
  10. In ein Gespräch verwickeln
    Mittlerweile können wir unsere große Tochter während einer Wanderung auch gut in ein Gespräch verwickeln und die Langeweile damit überbrücken. Allerdings müssen wir schnell sein, sprich vor der akuten Langweile das Gespräch suchen, sonst ist es schon zu spät und sie hat keine Lust mehr darauf.
  11. Lieblingsfiguren nachspielen
    Diese Wanderbeschäftigung hat sich ebenfalls meine Tochter ausgedacht. Vielleicht kennt ihr den kleinen Drachen Kokosnuss und seine Freunde Oscar, Mathilda, Big Bo und Mini Mo? Eine ganze Weile waren wir alle Drachen, sind geflogen, haben uns den Berg runterkugeln lassen und mussten vor allem ganz, ganz vielen Schlucklöchern ausweichen. Mir hat es richtig Spaß gemacht. Aktuell schweben wir wie Feen (Stichwort Prinzessin Lillifee) durch den Wald. Gut, wenn´s hilft.
  12. Ich sehe was, was du nicht siehst
    Kennst Du, oder? Dieses Spiel kommt bei uns immer wieder zum Einsatz.
  13. Ein, zwei, drei spielen
    Wir nehmen unser Kind in die Mitte, zählen bis drei und dann werfen wir sie hoch. Ich kenne das Spiel unter den Namen „Engele, Engele, Flieg“. Wahrscheinlich gibt es zig Namen dafür. Wir erweitern die Zählphase dann meist bis auf zwanzig.
  14. Wegweiser suchen
    Wegweiser finden sich meist überall auf einem Wanderweg. In Form von Schildern, Punkten, Strichen. Am besten überträgst Du Deinem Kind gleich zu Beginn der Wanderung die Aufgabe, nach den Wegweisern Ausschau zu halten, damit alle auf dem richtigen Weg bleiben.
    Wegweiser suchen
  15. Wettrennen
    Wer ist schneller am Schild, an der nächsten Kurve, bei dem großen Stein usw.?
  16. Barfuß laufen
    Zugegebenermaßen eigenen sich nicht alle Wege für die ersten Versuche Barfuß zu laufen. Unsere Tochter kann aber mit Hitze nicht umgehen. Da geht dann gar nichts mehr und wenn die Füße zu heiß werden ist weiterwandern unmöglich. Barfuß geht dann aber schon noch was und gesund ist es obendrein.
    Wandern mit Kindern Barfuß wandern
  17. Tankstelle einbauen
    Unsere Tankstelle besteht aus einer Dose mit kleinen Naschereien: Rosinen, kleinen Kekse, kleine Salzbrezen usw. Wenn die Laune tief im Keller ist, dann wird es Zeit für einen Tankstellen-Stopp, wofür natürlich immer noch eine gute Stelle gefunden werden muss.
  18. Lieder singen oder hören
    Lieder singen mochte meine Tochter sehr lange nicht. Und wenn ich Lieder beim Wandern zum Besten gegeben habe, dann ist sie eine Zeitlang richtig sauer geworden. Gut, ich singe sehr schlecht. Mittlerweile hat es sich ein wenig gelegt und wir singen auch mal zusammen beim Wandern. Ab und zu spielen wir auch die Teichpiraten auf dem Telefon vor. Ein Lied, bei dem es sich besonders gut marschieren lässt und das uns für immer an unsere Tasmanien-Reise erinnern wird.
  19. Was mit Wasser
    Was mit Wasser ist immer gut. Ein Bach zum Steineschmeißen, eine Bach-Überquerung, eine Abkühlung der Füße usw.
    Wandern mit Kindern Pause am Wasser
  20. Blumen bestimmen
    Es ist schon großartig, wie viele verschiedene Blumen und Pflanzen in unseren Bergen zu finden sind. Die wenigsten davon kenne ich. Manchmal zücken wir unser Telefon und bestimmen die Blumen mit der App PlantNet. Anschließend versuchen wir weitere davon zu finden.
  21. Herbstwanderungen machen
    Besonders der Herbst eignet sich großartig für kleine Wanderanfänger. Zu keiner anderen Jahreszeit lässt sich unterwegs so viel Spaß haben. Durch die Blätter rascheln, einen Blätterregen veranstalten, einen bunten Blätterstrauß sammeln, Eicheln und Kastanien sammeln, Pilze suchen usw. Wenn Dir sonst schnell die Motivationsideen ausgehen, dann sicherlich nicht im Herbst.
    Wandern mit Herbst mit Kindern
  22. Gehe bei schlechtem Wetter wandern
    Diesen Tipp habe ich mir mit Absicht bis fast ganz zum Schluss aufgehoben. Es ist ein erprobter Geheimtipp, den Du nur bekommst, hast Du auch bis hierhin gelesen. Im Schlecht-Wetter-Wandern sind wir mittlerweile Profis. Das hat den Vorteil, dass einerseits viel weniger los ist und andererseits bei dem Kind tatsächlich viel seltener Langeweile aufkommt. Kaum zu glauben, oder? Aber bei so einem Regenwetter, muss auch der kleine, flinke Wanderer aufpassen, wo er hintritt. Pfützen, rutschige Steine und Wurzeln oder Nacktschnecken werden zu einer Wander-Herausforderung.
    Wandern bei schlechtem Wetter
  23. Gehe mit anderen Kindern wandern
    Mit gleichaltrigen Freunden wandern ist der beste Wandermotivator, den es gibt. Die Kinder halten sich die meiste Zeit selbst bei guter Laune.
  24. Themenwege
    Meine Erfahrung ist, dass Themenwege mit Infotafeln in der Regel mit 3 Jahren noch nicht sehr interessant sind. Aber sie sind dennoch eine Abwechslung auf dem Wanderweg. Quasi eine Anomalie in der Landschaft. Das übt auch auf die kleinsten Wanderer eine gewisse Faszination aus. Mit zunehmendem Alter (ca. ab 4 Jahren) hat unsere Tochter schon gefragt, was auf den Schildern steht und war auf das nächste Schild gespannt.
  25. Mache aus einer Wanderung ein „Abenteuer“
    Ein richtiges Wanderabenteuer ist bei uns eine Hüttenübernachtung in den Bergen oder eine Wanderung, wenn andere Kinder schon schlafen. Mittlerweile fahren wir immer erst nach dem Mittagessen von München in die Berge, starten am Wanderparkplatz, wenn andere schon wieder nach Hause fahren und genießen ein Abendbrot in der Abendsonne auf dem Gipfel und fahren erst am späten Abend nach Hause. Davor ziehen wir den Schlafanzug an und putzen die Zähne. Unsere Tochter liebt diese Abenteuer.
    Sonnenuntergang am Straubinger Haus
    Lesetipps für Hüttenübernachtungen mit Kindern:
    Hüttenübernachtung mit Kleinkind: 6 Tipps für einen entspannten Aufenthalt
    Wandern auf dem Brauneck mit Kindern – Hüttenübernachtung auf der Stie-Alm
    Hüttenübernachtung Straubinger Haus
    Wandern und Hüttentour im Kaisertal

Ausrüstungstipps für das Wandern mit Kindern

Der Outdoor-Markt ist riesig. Auch die kleinen Wanderer müssen schon perfekt ausgestattet sein, so suggeriert uns die Werbung. Das müssen sie nicht.

Schuhe

Für uns war es schon sehr früh wichtig, dass unser Kind gute Schuhe zum Wandern besitzt. Wir hoffen ja, dass wir uns noch ein wenig steigern, was die Kilometer und Höhenmeter betrifft.

Das richtige Schuhwerk ist nicht nur für uns Erwachsenen, sondern auch schon für ein Kleinkind essenziell. Die Schuhe müssen gut passen, denn drückt der Schuh, dann wir ein Kind ganz sicher nicht selbst wandern wollen.

lettern am Straubinger Haus Spielplatz

Unsere Tochter wandert mit Schuhen von LOWA. Wir haben uns für den INNOX EVO GTX JUNIOR entschieden, der uns mittlerweile die dritte Wandersaison begleitet. Der Stiefel schützt den Knöchel, er ist rutschfest und wasserdicht und unsere Tochter ist stolz wie Bolle, dass sie Wanderstiefel wie die Großen hat. Den Schuh gibt es auch als Halbschuh für warme, einfache Sommerwanderungen.

Wir nutzen die Schuhe natürlich nicht nur zum Wandern, sondern einfach immer: auf dem Spielplatz, beim Fahrradfahren usw.

Kleidung

Bei der Kleidung gilt: Zwiebelschalenprinzip. Genau wie die Schuhe, muss auch die Kleidung bequem sein.

Ohne ein Regenhose gehen wir nicht aus dem Haus. Auch mit 4 Jahren noch nicht. Dafür wandern wir einfach zu häufig bei schlechtem Wetter.

Wandern mit Kindern Jacke

Eine wasser- und winddichte Jacke hat sich bei der großen Tochter bereits bewährt. Praktisch sind Jacken, die mitwachsen, wie zum Beispiel von Isbjörn. Sie hat eine doppelte Naht in den Ärmeln und wenn diese aufgetrennt wird, dann könnt ihr die Jacke noch eine weitere Saison anziehen.

Mein Fazit zum Wandern mit kleinen Kindern

Egal ob Du neu hier bist oder schon eine Weile meinen Blog liest bzw. mir auf Instagram oder Facebook folgst, lass Dich nicht täuschen. Wir wandern sehr, sehr viel. Dennoch geht es auch hier nicht ohne meckern, vielen Motivationshilfen und wie oben geschrieben, haben auch wir schon eine Wanderpause einlegen müssen, da die Tochter einfach nicht gewandert ist.

Am Ende vom Tag ist unsere Tochter aber immer glücklich, egal wie viele Tiefs sie zwischendurch hatte. Und wir sind es auch, denn wir lieben die Berge und das Wandern. Jeden Meter, den wir zusammen in der Natur und am Berg verbringen, genießen wir. Auch wenn sich das Wandern mit Kindern geändert hat.


Wie motivierst Du Deine Kinder zum Wandern? Schreibe Deine Tipps gerne in die Kommentare.


Wandern mit Kindern: Ausrüstungstipps, Wanderführer und interessante Blogbeiträge

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6 comments

  • Hallo Stefanie,
    wow, das ist eine super Tipp-Sammlung. Unser Krümel ist mittlerweile 7 Jahre alt, aber viele der Tipps/Tricks funktionieren immer noch. Und Wanderschuhe hat er auch von Anfang an, auch als Gummistiefel-Alternstive immer im Einsatz.

    Reply
  • Eine wirklich tolle Sammlung an Tipps. Generell ein toller, ausführlicher Beitrag. Und ich musste oft sehr lachen bei vielen deiner Punkte.
    Lg Sabrina

    Reply
  • Super Sammlung :)
    Bei uns gibt’s die Regel „Puffuletti nur am Gipfel“. Das zieht am Hinweg. Wenn die Motivation sinkt, ist es auch meist Langeweile. Aber ganz oft auch „Hunger!!!!!“ und für die ganz harten Fälle gibt’s den „Wander-Motobator“ (eigentlich Motivator, aber aus dem Kindermund klingt’s einfach cooler) – eins von diesen winzigen Gummibärli-Sackerln, die man immer und überall geschenkt bekommt. Und für die ganz verzweifelten Momente hab ich noch „Einhorngeschichten“ – Hörbücher auf’s Handy gespeichert, die man dann unterwegs anhören kann.

    An Hüttenübernachtungen trau ich mich Corona-mäßig irgendwie im Moment nicht wirklich heran, auch wenn’s wunderschön wär. Aber die Abendwanderungen werden wir sicher mal ausprobieren. <3

    Reply
    • Hallo Sanne,
      wir reichen ebenfalls sehr oft was zum Essen. Die Große verputzt manchmal mehr als wir an so einem Wandertag. Manchmal denken wir, dass es ja nicht sein kann, dass sie schon wieder Hunger hat, hat sie aber dann wirklich.
      Wegen Hüttenübernachtungen und Corona kann jeder nur für sich entscheiden. Aktuell ist es so, dass in den Lagern keine Fremden zusammen übernachten dürfen. Es werden auch keine Decken mehr ausgegeben. Man muss sich einen richtigen Schlafsack selbst mitbringen.
      LG Steffi

      Reply
  • Der Hase hat mit zweieinhalb Jahren schon knapp 20 kg gewogen. Drum war Kraxn schon recht bald keine Alternative mehr für uns. Insbesondere weil der Papa nicht mit uns mitgeht und ich Kind und Gepäck selber schleppen muss. Hat der Hase Pech gehabt: Muss er selber gehen :p

    Ein paar besonders gute Sachen, die das Kind sehr, sehr gern isst, gibt’s bei uns fast nur beim Wandern: Krapfen, Schinken-Käse-Kipferl, dieses eine speziell gute isotonische Getränk, das er so liebt,… Und lustig muss es natürlich immer zugehen. Damit im Kopf bleibt: Wandern = yeah! :) Und wenn er keine Lust mehr hat, dann drehen wir um. Man MUSS nicht bis zum Ziel kommen, um einen schönen Tag zu haben. Ich glaub, das ist einer der allerhäufigsten Fehler: Dass die Eltern ihre Wünsche über die des Kindes stellen und am Ende ALLE frustriert sind.

    Wir haben eher günstige Wanderausrüstung. Fleecejacken und Funktionskleidung vom Discounter oder von günstigen Modeketten und Wanderschuhe vom Decathlon. Nein, leider nicht nachhaltig oder fair oder sonstwas. Dafür ist das Budget im Moment zu knapp. Trotzdem leisten wir uns Wanderschuhe und vernünftige Ausrüstung. Mit gutem Profil rutscht man weniger als mit glatten Turnschuh-Sohlen – ein nicht zu unterschätzender Frust-Faktor im alpinen Gelände. Gore-Tex ist ein Muss, wenn man so schwitzt, wie unser Kind. Und niedrige wasserfeste Wanderschuhe kann man bei unseren milden klimatischen Bedingungen den ganzen Winter anziehen. Über den Knöchel gehende Schuhe mag er sowieso nicht. Da kann ich mir die Stiefel für den Winter gleich sparen und hab stattdessen die Wanderschuhe.

    Reply
    • Liebe Sanne,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir haben auch immer ein paar leckere Kleinigkeiten dabei, die die Große besonders gerne mag.
      Wenn sie keine Lust mehr hat, dann drehen wir nicht um. Meine Große würde das tatsächlich total doof finden, egal wie sehr wir ihr vermitteln, dass es nicht schlimm ist. Haben wir allerdings das Gefühl, dass sie es körperlich nicht mehr schafft, dann haben wir immer noch die Trage dabei. Die ist aber schon über ein halbes Jahr schon nicht mehr zum Einsatz gekommen.
      LG Steffi

      Reply

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