10 Gründe, warum du NICHT nach Neuseeland reisen solltest

10 Gründe, warum du NICHT nach Neuseeland reisen solltest

Neuseeland – der Reisetraum am anderen Ende der Welt. Auch für mich. Nun ist es leider schon eine ganze Weile her, dass ich mit meinem Camper Justus fast 8.000 Kilometer durch Neuseeland gefahren bin und über 400 Kilometer zu Fuß zurückgelegt habe. Ich hatte dort wahrlich die Reise meines Lebens. Es gab nur ganz wenig, was meine Zeit getrübt hat. Neuseeland war für mich eine Aneinanderreihung perfekter Tage. Klingt traumhaft? War es auch.

Als Reisebloggerin lese ich natürlich andere Blogs und bin viel auf Facebook und Co. unterwegs. Geht es um das Thema Neuseeland, schaue ich gerne mal genauer hin. Und es gibt sie da draußen. Die negativen Äußerungen über Neuseeland. Da ist dann die Rede davon, endlich die „rosarote Neuseeland-Brille“ abzunehmen oder neulich las ich einen Bericht von Reisenden, die das Land nach zwei Wochen enttäuscht wieder verlassen haben. Neuseeland konnte ihnen nichts bieten.

Natürlich jedem seine Meinung. Das ist klar. Aber ein wenig emotional werde ich bei dem Thema dann doch. Ich bekomme leichtes Herzrasen, wenn ich Schlechtes über meine geliebte Insel Neuseeland höre und nehmen augenblicklich eine Verteidigungshaltung ein.

Es wird immer wieder Reisende geben, für die ist Neuseeland einfach nicht das Traumland am anderen Ende der Welt. Sie werden es vielleicht ganz nett gefunden haben, aber dafür soweit fliegen? Muss nicht sein. Und wieder andere werden sogar richtiggehend enttäuscht sein. Ihre Erwartungen waren zu hochgesteckt und was Neuseeland ihnen bieten konnte, war nicht das, was sie erwartet haben.

Im Folgenden haben ich Dir 10 Gründe aufgeführt, nicht nach Neuseeland zu reisen.

Einerseits weißt Du nach diesem Beitrag, was Du von Neuseeland erwarten kannst – und was nicht. Andererseits kannst Du Dir nochmal überlegen, ob Neuseeland Dein Reiseland ist, solltest Du Dich in einem der unten genannten Punkte wiedererkennen.

Du liebst Australien

„Was hat Australien denn jetzt mit Neuseeland zu tun?“ Stellst Du Dir gerade diese berechtigte Frage? Dann sehe ich noch Hoffnung für Dich und Deine Neuseeland-Liebe. Denn Neuseeland hat rein gar nichts mit Australien zu tun. Die einzige Gemeinsamkeit ist geografischer Natur, da die beiden Länder quasi nebeneinanderliegen und beide von Europa einfach super weit weg sind.

Da lese ich dann Kommentare wie: „In Auckland angekommen. Sind ein wenig enttäuscht. Mit Sydney kann es auf keinen Fall mithalten. Hoffentlich wird es besser, wenn wir aus der Stadt rauskommen.“ Natürlich ist Auckland nicht wie Sydney. Du vergleichst Frankfurt ja auch nicht mit New York, nur weil es in beiden Städten Wolkenkratzer gibt.

Sydney Opera House

Sydney hat eine ganz spezielle Atmosphäre – Kann eine Stadt in Neuseeland da mithalten?

Außerdem muss ich Dich enttäuschen, wenn Du in Neuseeland die gleiche unendliche Weite wie in Australien suchst. Das sollte eigentlich bei einem einzigen Blick auf eine Weltkarte schon klar sein. Aber nochmal zum Nachlesen: Australien hat eine Fläche von knapp 7,7 Mio km², Neuseeland von knapp 270.000 km².

Australiens Strände sind einfach nur gigantisch: Schön, wild und unendlich lang. Neuseelands Strände können in dieser Vielzahl einfach nicht mithalten (siehe Größenvergleich der Länder).

Neuseeland Strand in Northland

Neuseeländischer Strand in Northland

Kommen wir zu einem weiteren sehr wichtigen Punkt, in dem Neuseeland beim obligatorischen Neuseeland-Australien-Vergleich einfach immer schlechter abschneidet: Das Wetter! In Australien wird ein ganzer Bundestaat (Queensland) als „Sunshine State“ bezeichnet. Das sagt schon einiges über das australische Wetter aus. Und in Neuseeland? Ich sag es mal so: Stelle Dich auf kühlere Temperaturen ein, statt einen heißen Hochsommer zu erwarten. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf Deine Kleidung. Du wirst in Neuseeland nicht ständig in Flip-Flops, T-Shirt und Shorts rumlaufen – wahrscheinlich sogar eher selten.

Du bist absoluter Australien-Fan und unterziehst alles und jeden in Neuseeland einem Australien-Vergleich? Du liebst Sydney und seine Atmosphäre? Du magst die Weite Australiens? Strände sind ein absolutes Muss, wenn es um wünschenswerte Landschaften während Deiner Reise geht? Wärme, Sonne, Flip-Flops und T-Shirt sind für Dich unabdingbar? Dann solltest Du eher nicht nach Neuseeland reisen.

Du brauchst für Deine Reisen eine Schön-Wetter-Garantie

Lass mich noch ein paar Worte zum neuseeländischen Wetter verlieren. Das Wetter in Neuseeland kann verdammt schlecht sein. Muss es aber natürlich nicht. Keiner steckt da drin. Die Bilder aus Neuseeland, die Du bisher gesehen hast, zeigen das Land wahrscheinlich nur von seiner sonnigen Seite. Ist ja irgendwie auch klar: Wer will schon ein Bild vom berühmten Milford-Sound in Fjordland sehen, an dem es regnet und es quasi nichts zu sehen gibt?

In Fjordland regnet es im Schnitt übrigens an 200 Tagen im Jahr. Die durchschnittliche Regenmenge in Neuseeland liegt zwischen 640 mm und 1500 mm – das ist recht hoch und verteilt sich gleichmäßig über das ganze Jahr. Wie groß ist da die Wahrscheinlichkeit, dass Du mehr als einen Regentag erwischen wirst? Genau. Ziemlich hoch.

Wenn Du auf Deinen Reisen eine Schön-Wetter-Garantie brauchst, am besten noch mit konstanten Temperaturen irgendwo um die 25 Grad, dann ist Neuseeland ganz sicher nicht das richtige Reiseland für Dich.

Hier ein paar visuelle Eindrücke des Neuseeland-Wetters, damit Du nicht sagen kannst, ich hätte Dich nicht gewarnt.

Handschuhe und Mütze in der Curio Bay

Handschuhe und Mütze in der Curio Bay

Schlechtes Wetter bei der Wanderung auf den Avalanche Peak

Schlechtes Wetter bei der Wanderung auf den Avalanche Peak

Stürmische Wanderung zu den Tama Lakes

Stürmische Wanderung zu den Tama Lakes


Ganz nach dem Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, findest Du hier eine ausführliche Neuseeland-Packliste.


Du liebst Superlative

Diese Erde hat fantastische und beeindruckende Landschaften zu bieten. Einige davon wirst Du in Neuseeland finden. Trotzdem sind viele Reisende nicht zufrieden, denn die Gletscher in Patagonien seien ja viel eindrucksvoller als in Neuseeland (dem kann ich übrigens voll und ganz zustimmen: Lass die Gletscher in Neuseeland links liegen), Neuseeland sei an manchen Stellen ein wenig wie Island, hier wie Skandinavien, dort ein Strand, wie aus der Karibik, die Berge erinnerten an die Schweiz. Es wird verglichen, was das Zeug hält.

Du bist auf der Suche nach diesen Superlativen? Dann ist Neuseeland sicherlich nicht das richtige Reiseland für Dich.

  • Reise nach Patagonien, um gewaltige Gletscher der Superlative zu sehen, die so groß sind, das sie mit dem Horizont zu verschmelzen scheinen.
  • Reise in die Cordillera Occidental (Grenzregion zwischen Chile und Bolivien), um eine vulkanische Landschaft der Superlative zu bestaunen, die so groß und unendlich scheint, dass Du Dich ganz klein fühlen wirst.
    Vulkane in Chile

    Vulkane in Chile

  • Reise zum Salar de Uyuni, die mit mehr als 10.000 km² größte Salzpfanne der Erde, um eine wirklich einzigartige Landschaft zu sehen.
    Salar de Uyuni in Bolivien

    Salar de Uyuni in Bolivien

Du merkst mit Sicherheit, worauf ich hinaus möchte. Der Reiz an Neuseeland liegt nicht darin, dass Du Landschaften der absoluten Superlative sehen wirst. Der Reiz liegt in der Vielfalt der verschiedenen Landschaften, die sich alle auf diesem kleinen Land tummeln und Die Du alle während nur einer Reise bestaunen kannst. Nicht zu vergessen natürlich die Tierwelt, die in Neuseeland auf Dich wartet.

Im Hintergrund die Alpen und vor mir der Sonnenuntergang in der Tasmanischen See – Das ist Neuseeland!

Überlege Dir also ganz genau, was für Dich wichtig ist. Superlative, Superlative, Superlative? Oder von allem etwas in einer Reise?

Du bist auf der Suche nach Abenteuer

Gerne wird Neuseeland als Abenteuer-Reiseland dargestellt. Das ist es meinen Augen nicht. Neuseeland zu bereisen ist einfach und kein Abenteuer.

Gut, es kommt natürlich auf Deine Definition von Abenteuer an. Aber in Neuseeland musst Du Dich nicht an eine komplett andere Kultur und Sprache gewöhnen. Du musst nicht viel Neues ausprobieren – sei es in Sachen Essen oder bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Lediglich der Links-Verkehr könnte ein wenig abenteuerlich zu Beginn sein. Du musst Dich nicht um Deine Sicherheit sorgen und exotische Krankheiten und gefährliche Tiere sind in Neuseeland ebenfalls kein Thema. Deswegen ist eine Reise durch Neuseeland für mich kein klassisches Reiseabenteuer.

Klingt für Dich langweilig? Du willst Dich in ein Abenteuer stürzen? Eine fremde Kultur kennenlernen und in ein Land reisen, dessen Sprache Du nicht sprichst? Du willst exotisches Essen ausprobieren? Dein Traumreiseland soll aufregenden anders und „schwer“ zu bereisen sein? Dann solltest Du nicht nach Neuseeland reisen.

Du reist mit kleinem Budget

Neuseeland ist wahrlich kein günstiges Reiseland. Aber es gibt immernoch Möglichkeiten, Kosten zu sparen. Und das wirklich tolle an Neuseeland ist, Du kannst die unendliche Naturvielfalt ganz umsonst erleben.

Wenn ich den Kritikpunkt höre, in Neuseeland kann man ja nichts erleben, ohne dafür zu bezahlen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. In Neuseeland kannst Du staunend durch die Natur stolpern, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Wandern ist grundsätzlich umsonst, aufgrund der vorhandenen Infrastruktur ohne Guide möglich und die Nationalparks kosten in der Regel keinen Eintritt. Was willst Du mehr?

Fahrt auf dem Milford Sound – Ein durchaus bezahlbarer Ausflug

Ach verstehe. Du willst eine teure Kajaktour machen, Sky-Diving, Bungeejumping, einen Heli-Flug über die Gletscher, schwimmen mit Delfinen usw.? Ja, das wird dann natürlich teuer.

Du reist mit niedrigem Budget, hast allerdings das Bedürfnis, jedes in Neuseeland angebotenenn „Outdoor-Adventure-Erlebnis“ (und glaube mir, davon gibt es eine Menge) mitzumachen? Dann ist Neuseeland sicherlich nicht das richtige Reiseland für Dich, denn Du wirst die ganze Zeit das Gefühl haben, etwas zu verpassen.


Du willst in Neuseeland viel wandern?

Dann empfehle ich Dir mein eBook:
Wandern in Neuseeland – Ein Trekking-Guide für Aktiv-Reisende.

Ich selbst war in Neuseeland insgesamt 40 Tage wandern. Anschließend habe ich all mein Wissen zu dem Thema in einem 50seitigen eBook zusammengefasst.
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Du magst keine anderen Touristen

Der Satz müsste eigentlich noch weitergehen: Du magst keine anderen Touristen, kannst allerdings nur in der absoluten Reisehochsaison nach Neuseeland fliegen. Alternativ könnte der Satz auch so enden: Du magst keine anderen Touristen, willst aber dennoch alle vermeintlichen Neuseeland-Highlights besuchen.

Obwohl es immer wieder zu überraschen scheint: Neuseeland ist nicht nur für Dich ein Reisetraumland. Es hat sich in den letzten Jahren dem chinesischen Markt geöffnet und rührt weltweit die Werbetrommel. Es dürfte also kaum verwundern, dass sich in dem kleinen Land mehr als eine Handvoll Touristen tummeln. 1,8 Millionen Urlauber kamen im Jahr 2016 nach Neuseeland, insgesamt reisten 3,5 Millionen Menschen ins Land. Das sind 16,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: 360Grad-Neuseeland)

Ich gebe zu, das ist wirklich eine Menge. Dieser Zustrom hat neben wirtschaftlichen Vorteilen für Neuseeland natürlich auch seine Schattenseiten. Sowohl für das Land bzw. seine Einwohner, als auch für Dich als Reisender. Du erwartest ja schließlich das Bilderbuch-Neuseeland, dass Du aus Werbezeitschriften kennst und das den Eindruck von Einsamkeit in der Natur vermittelt. Überfüllte Campingplätze und Massen an Wanderern auf den beliebtesten Touren sind nur zwei Ärgernisse, mit denen Du Dich befassen musst.

Jetzt weißt Du allerdings Bescheid und kannst nicht mehr sagen: Es hätte Dich niemand gewarnt.

Wandern Neuseeland Mueller Hut

Andere Reisende kommen auf manchen Fotos doch auch ganz gut, oder?

Ich kann Dir allerdings Hoffnung machen. Es gibt zwei Möglichkeiten, das Ganze ein wenig zu umgehen:

  • Reise nicht in der absoluten Hochsaison (Dezember und Januar) und versuche auch das Chinese New Year zu umgehen (wobei es sich da lediglich um zwei Wochen handelt und der Chinese – Achtung: Stereotypen-Keule – sich doch gerne nur an den Highlights tummelt).
  • Reise abseits der Highlights. Das ist in Neuseeland auf jeden Fall noch möglich.
  • Als Nachtrag fällt mir außerdem noch ein: Geh auch bei schlechtem Wetter raus! Dann kannst Du tatsächlich viele Highlights mit weniger Menschen genießen.
    Wanderung zu den Tama Lakes bei schlechtem Wetter

    Einsame Wanderung zu den Tama Lakes bei schlechtem Wetter

Meine persönliche Erfahrung: Ich war von Mitte Januar bis Mitte April in Neuseeland. Nicht ein Campingplatz war ausgebucht und gegen Ende der Zeit wurde es immer leerer und entspannter.

Solltest Du nach absoluter Einsamkeit suchen, dann ist Neuseeland wirklich nicht das richtige Reiseland für dich.

Du magst keine anderen deutschen Touristen

Ein Bekannter hatte mir neulich erzählt, dass es ihm in Neuseeland nicht gut gefallen hätte. Zu viele Deutsche.

Ich kann ja grundsätzlich die Abneigung von uns Deutschen gegenüber anderen Deutschen auf Reisen nicht ganz teilen. Was denken wir denn? Das wir die Einzigen sind, die sich trauen einen Rucksack zu packen und ins Flugzeug zu steigen? Geht uns der Reiz des Abenteuers verloren, wenn am Ende der Welt am Nachbartisch geschwäbelt wird? Sind wir enttäuscht, wenn wir auf Landsleute stoßen, da wir doch eigentlich Neuseeland und seine Einwohner kennenlernen wollten?

Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Fakt ist aber: Wir Deutschen reisen gerne. Auch nach Neuseeland. Wenn Du Land und Leute kennenlernen möchtest, dann ist eine Rundreise mit dem Camper sowieso nicht die richtige Form zu reisen.

Deswegen: Beschwere Dich nicht, wenn Du in der Küche auf dem Campingplatz nur Deutsche triffst. Sieh es doch als tolle Gelegenheit an, Menschen kennenzulernen, die genauso gerne reisen wie Du. Wer weiß, was Dir diese Einstellung für tolle Begegnungen bescheren kann.

Wenn Du allerdings sofort die Augen verdrehst, wenn Du auf Reisen auch nur ein deutsches Wort hörst, dann solltest Du nicht nach Neuseeland reisen.

Du fühlst dich durch Camping Regeln in Deiner Freiheit eingeschränkt

Oh Schreck. In Neuseeland gibt es etwa Regeln, die Camper beachten müssen? Wie furchtbar. Wäre es nicht fantastisch, wenn alle Touristen einfach campen könnten, wo sie wollten? Schließlich geht sonst ja das Gefühl von Freiheit verloren, dass so ein Roadtrip mit sich bringt.

Du merkst wahrscheinlich schon die leichte Ironie, die in meiner Aussage mitschwingt. Jetzt mal ehrlich: Wo ist das Problem? Die Regeln sind nicht wirklich schwer, bedeuten aber, dass Du nicht einfach anhalten kannst, wo Du möchtest, um die Nacht zu verbringen. 

Camping Roadtrip Neuseeland DOC Campingplatz

DOC Campingplatz in Fiordland – Nicht einsam, aber wunderschön gelegen

Im Grunde ist das Problem wahrscheinlich ein ganz anderes. Du hast Dir zu viel Sightseeing für zu wenig Zeit vorgenommen und kommst deswegen immer spät an den Campingplätzen an, die dann entweder schon überfüllt oder gar ausgebucht sind. Vorher anrufen und einen Platz reservieren ist natürlich nicht Dein Ding. Denn trotz der begrenzten Zeit, willst Du ja schließlich nicht das Gefühl der Freiheit verlieren. Du willst einfach alles haben, es passt aber nicht zu Deinem strengen Zeitplan. Irgendwer oder irgendetwas muss natürlich Schuld daran haben, warum also nicht die Camping-Regeln als Argument hernehmen.

Bei einem Roadtrip mit Camper ist es Dir wichtig, dass Du einfach anhalten und übernachten kannst, wo Du möchtest? Regeln sind in diesem Zusammenhang nicht so Dein Ding? Dann ist Neuseeland nicht das richtige Reiseland für Dich.


Du hast immer noch Lust auf einen Camping-Roadtrip in Neuseeland? Die besten Tipps für Deine Rundreise kannst Du hier nachlesen.


Du brauchst auf einen Roadtrip endlose Weite und einen luxuriösen Camper

Ich habe in einem Blogbeitrag über Neuseeland gelesen, dass die Bloggerin sehr enttäuscht war, über die Straßenverhältnisse in Neuseeland. Sie ist absoluter Camping-Roadtrip-Fan und hat schon viele Straßen dieser Welt befahren. Das die Straßenverhältnisse in Neuseeland allerdings nicht unbedingt für riesige Camper gemacht sind, das hätte ihr niemand gesagt.

Sehr überraschend, dass es in Neuseeland keine endlosen Highways wie in den USA oder in Kanada gibt. Dafür Enge kurvige Straßen und – oh Schreck – sogar viele unbefestigte Teilstücke. Ein Blick auf eine Neuseelandkarte hätte dies eigentlich zeigen müssen. Aber gut. Du weißt jetzt ja Bescheid. Ein Roadtrip in Neuseeland ist nicht gleich ein Roadtrip zum Beispiel in den USA. Mit einem großen Camper hast Du eigentlich nur Probleme. Die Straßen sind nicht dafür ausgelegt, Du bekommst teilweise keine Parkplätze damit in den Städten, an den Stränden oder schon auf Supermarktparkplätzen kann es problematisch werden.

Camping Roadtrip Neuseeland World Forgotten Highway

Unbefestigte Fahrbahn auf dem World Forgotten Highway

Du brauchst absoluten Fahr- und Wohnmobilkomfort? Dann ist Neuseeland eher nicht das richtige Reiseland für Dich.


Immer noch überzeugt, dass Neuseeland Dein Reiseland ist? Dann interessieren Dich sicherliche meine persönlichen Top 10 Campingplätze in Neuseeland, die ich hier für Dich zusammengefasst haben.


Und? Was meinst Du? Neuseeland ja oder nein? Das Land ist sicherlich nicht für jeden Reisenden geeignet. Die obigen Punkte zeigen Dir ein realistisches Bild, was in Neuseeland los sein kann und auf was Du Dich einstellen musst.

Sollte Neuseeland weiterhin Dein Traumreiseland sein, dann empfehle ich Dir als Lektüre meine Neuseeland-Blogbeiträge, die ich bereits hier und da verlinkt habe. Eine komplette Übersicht findest Du weiter unten.

Ich selbst hatte in Neuseeland die Zeit meines Lebens. Warum? Ich versuche Dir in aller Kürze meine „Neuseeland-Gefühle“ zu beschreiben.

Neuseeland bedeutet für mich Flexibilität und Unabhängigkeit pur

Mit dem eigenen fahrbaren Untersatz, der gleichzeitig Küche und Schlafplatz ist, war ich bei meiner Reise durch Neuseeland absolut flexibel und unabhängig. Kaum etwas musste vorab geplant oder gar gebucht werden. Ich habe in 3 Monaten so gut wie nie den Wecker stellen müssen. Ich musste mich nie festlegen. Ein herrliches Gefühl.

Neuseeland ist kein Abenteuer

Das Reisen durch Neuseeland ist kein Abenteuer. Und das war auch gut so, denn den Drang nach Abenteuer hatte ich vor meinem Flug nach Neuseeland in vier Monaten Südamerika ausgelebt. In Neuseeland war es an der Zeit, einfach anders zu reisen.

Eine Reise durch Neuseeland ist eine Reise zu mir

Das Reisen durch Neuseeland ist eine ganz andere Art zu reisen. Es geht nicht darum, sich in ein Abenteuer und in eine fremde Kultur zu stürzen. Es geht nicht um tausend neue Eindrücke, die den Kopf fluten und einen Berg an Erinnerungen und Geschichten zurücklassen. Es geht um etwas ganz anderes: Nämlich nur um MICH! Eins steht fest: Ich komme wieder!

Du kannst in Neuseeland die ultimative Freiheit spüren. Und das inmitten einer einmaligen Natur, die wie ein riesengroßer Spielplatz ist.
Jetzt bin ich gespannt auf Deine Kommentare!

 


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Author

Hi, ich bin die Steffi: Reisende, Frischluftsüchtige, Bewegungsjunkie, Bergliebhaberin, Aussichten-Genießerin, Mama des Weltreisebabys und Autorin des Reiseblogs a daily travel mate. Der Reiseblog für große und kleine Aktiv-Reisende.

16 comments

  • Moin Steffi, wunderbar auf den Punkt gebracht. Ich war selbst letztmalig im Januar für kurze 4 Wochen unterwegs, ebenfalls mit eigenem Van und habe genau das genossen. Kein Stress, ohne Vorabbuchung, sich einfach treiben lassen und das – vor allem – fern der sog. Highlights die tatsächlich absolut überlaufen sind. Und wie Du sagst, es gibt noch mehr als genug wunderbare Plätze in diesem wunderbaren Land – im Übrigen, für Leute die ihren Landsleuten nicht begegnen wollen, wir haben so gut wie keine Ausländer auf den Campingplätzen getroffen…

    Reply
    • Hallo Thomas,
      das klingt fantastisch. Es ist wie du schreibst: Wenn man es so macht, wie „alle“, dann trifft man eben auch „alle“. Einfach ein wenig abseits und schon ist die Erfahrung eine ganz andere.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Reply
    • Ich kann deinem Bericht absolut beipflichten. Allerdings habe ich auf einer 5 wöchigen Reise( Januar-Februar) mit meinem Auto( umbaubar , Danke f d Tipp mit rental Cars) nicht nur 6300 km abgerissen, sondern neben netten, jungen Deutschen Backpackern auch wunderbare Kiwis kennengelernt.Ich habe ganz große Sehnsucht nach diesem wunderbaren Land- jeden neuen Tag

      Reply
      • Hey Sabine,
        freut mich, dass dir der Beitrag gefällt und du eine fantastische Zeit in Neuseeland hattest. Das mit der Sehnsucht, das kann ich absolut nachvollziehen. Hach.
        Liebe Grüße
        Steffi

        Reply
  • Liebe Steffi,

    vielen Dank für deinen wunderbaren Blogartikel. Als großer Australien Fan kann ich dir in allen Punkten nur zustimmen und dennoch ist Neuseeland jede Reise wert!

    Für einen kleinen Eindruck meiner Neuseeland Reise, kannst du hier http://www.art-is-passion.com/neuseeland ein paar Fotos und meinen Blogartikel ansehen.

    Würde mich freuen,
    Silvia

    Reply
    • Liebe Silvia,
      freut mich, dass dir der Blogartikel so gut gefällt. Das sind ja fantastische Bilder auf deinem Blog. Die Moeraki Boulders habe ich ja so nicht gesehen. Das war einer der Tage, an denen es so geregnet hat, dass wir den Camper bzw. den Campingplatz wirklich nicht verlassen wollten.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Reply
  • Vielen Dank für deinen tollen Blog. Wir waren im neuseeländischen Herbst für 6 Wochen dort.Haben unseren Sohn der für ein Jahr work und travel macht besucht. Wir haben alles das erlebt,was du geschrieben hast . Und es war nicht nur toll und überragend,sondern ein Erlebnis das unser Leben verändert hat. Wir (ich 62 meine Frau Heidi 59) werden sobals wir die Gelegenheit haben wieder hinfliegen und dann mit Sicherheit nicht nur für 6 Wochen.
    Und ja, es ist weit! Gut so! Sonst gäbe es schnell einen Ballermann dort.Das gilt es unbedingt zu vermeiden.!!!
    Neuseeland ist für uns auch ein „Neusehland“!
    Toll das wir über deinen Blog immer das Gefühl haben,ständig dort zu sein.
    Vielen, vielen Dank und eine wunderschöne Zeit wünscht Berthold

    Reply
    • Hallo Berthold,
      toll, dass euch mein Blog so gut gefällt. Das freut mich wirklich! Ich frage mich wirklich, ob wir Neuseeland noch ein zweites Mal sehen werden. Wahrscheinlich schon. Aber wir werden noch ein wenig Zeit zu der ersten Reise verstreichen lassen. „Neusehland“ – finde ich super, die Wortfindung.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Reply
  • Hallo Steffi!
    Sehr treffend zusammengefasst! Ich lebe hier im Kiwiland seit über 10 Jahren und kann dem nur zustimmen was du schreibst… es gibt eben für jeden Reisenden ein absolutes Lieblingsland… meins ist definitiv auch Neuseeland. Melde dich doch bei mir, wenn du wieder im Lande bist. Würde mich freuen dich kennen zu lernen!
    Lieben Gruss aus Taupo
    Taju

    Reply
    • Liebe Taju,
      vielen Dank für das Angebot. Darauf komme ich gerne zurück. Allerdings weiß ich nicht, wann es uns wieder nach Neuseeland zieht. Wir wollen erstmal ein wenig Zeit zu unserer letzten Reise verstreichen lassen.
      Liebe Grüße aus München
      Steffi

      Reply
  • So ist das 🙂 An den links Verkehr im Supermarkt habe ich mich auch nicht gewöhnt, zu sehr mit schauen & umrechnen beschäftigt. Aber genau das war es: Ich „rechts Läufer“ laufe die Kiwis öfter fast um und die entschuldigen sich bei mir!!! Eine sehr freundliche Bevölkerung – welch ein Kontrast dann wieder hier … .

    Man sollte auch die Schulferien in NZ berücksichtigen.

    Am letzten Tag hatten mich diverse Regenschauer erwischt und „abwärts“ war ich durchweicht, nach 1h war wieder fast alles trocken. Und Australien wäre mir viel zu warm …

    Reply
  • Hi Steffi,
    schön geschrieben und die Art finde ich sehr lesenswert. In der Tat gibt es einige Leute die besser nicht nach Neuseeland fliegen. Haben auf unserer Reise durch Neuseeland auch ein paar Leute gefunden die es voll langweilig fanden. Aber gut wenn man sich nicht für Natur, wandern und kulturellen Austausch interessiert ist es natürlich schwierig. Den klassischen All Inklusive Strandurlaub findet man zum Glück in Neuseeland ja eher selten.

    Nachdem wir ein Jahr da waren können wir aus unserer Erfahrung nur sagen, definitiv einen Besuch wert. Aber nur wenn man deine Punkte berücksichtig.

    Lieben Gruß von Kathi und Julian

    Reply
    • Hey ihr zwei,
      wenn man die von euch genannten Punkte nicht interessant findet, ist eigentlich überall schwierig. Außer natürlich in einer Rund-Um-Sorglos-Hotelanlage, die man nie verlässt. Dafür muss man allerdings (oder zum Gkück) wirklich nicht bis nach Neuseeland fliegen.
      Liebe Grüße Steffi

      Reply
  • Herrlich, der Beitrag! Voll auf den Punkt gebracht. Vielen Dank dafür, sehr schön!
    Wir waren auf unserer Weltreise mit Kindern vor zwei Jahren (siehe auch: http://www.viersindmalwelt.com, und „Frühstück mit Giraffen“) zunächst in Australien an der Ostküste (von Sydney bis Brisbane durchs Hinterland und anschließend auf einer Halbinsel weiter nördlich) und danach in Neuseeland. Zwei völlig verschiedene Welten! Nicht nur die Landschaften, vor allem die Menschen sind es, die sehr sehr anders sind. In Neuseeland sahen wir plötzlich keine protzigen Autos mehr, keine Mauern um Häuser und glatt geschorene rasenflächen, hörten endlich kein „Hi Guys und eeeeeasy mehr“, was viele Australienfans ja lieben, uns ging es irgendwann auf den Keks. Was wir stattdessen wahr genommen haben: Die Neuseeländer schließen nur selten ihre Häuser ab, sie fahren alte, oft staubige Autos, auf die sie lustige Botschaften schreiben, sie lieben die Natur und wühlen gerne in ihren oft wilden Gärten, sie sind extrem hilfsbereit, sie scheren sich offenbar nicht um Hierarchien oder Status, sie gehen gerne barfuß und aufgrund des Akzents, dass ein a oft wie ein e ausgesprochen wird, scheinen sie beim sprechen immer zu lächeln. Und nein, ich verkläre hier absolut gar nichts. ! 🙂
    Und wo gibt es Palmen und Farne vor schneebedeckten Bergen? – Eben.

    Reply
    • Liebe Bettina,
      danke für deinen Kommentar. Den direkten Vergleich Australien – Neuseeland hatte ich so gar nicht. Sehr interessant, deine Beobachtungen.
      Ich denke, hier haben wir richtige Neuseeland-Fans. Hach schön.
      Grüße
      Steffi

      Reply

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