Trekking im Torres del Paine Nationalpark / Teil 2

Trekking im Torres del Paine Nationalpark / Teil 2

Der W-Trek in Patagonien – Teil 2

Heute heißt es Wanderschuhe angezogen, Rucksack geschultert und rein in die atemberaubende Landschaft Patagoniens. Nachdem es im Teil 1 vor allem nützliche Infos um das ganze drum herum zum Trekking in Patagonien bzw. im Torres del Paine Nationalpark gab, wandert ihr heute mit mir das W-Trekking.

1. Tag: Trekking zum Mirador Base Torres

Ein absolutes Highlight des W-Trekkings ist die Wanderung vom Refugio Las Torres (Norte oder Central) zum Aussichtspunkt „Mirador Base Torres“. Der atemberaubende Anblick, wenn ihr den eindrucksvollen „Türme“ dann gegenübersteht, entschädigt für die relativ lange Tour. Der letzte Anstieg geht außerdem über Geröll und Felsen und ist ein wenig anspruchsvoller. Plant für den heutigen Tag ca. 8 bis 9 Stunden ein….oder länger. Zum Beispiel wenn sich die patagonischen Wolken erst beim Abstieg verziehen und die Torres ganz frei geben. Ja, ich bin wieder aufgestiegen – anstrengend und im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend“.

Trekking zum Mirador Base Torres

Trekking zum Mirador Base Torres

Anblick der Las Torres

Anblick der Las Torres


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2. Tag: Trekking zum Refugio Los Cuernos

Der heutige Tag ist entspannt und dauert zwischen 4 – 5 Stunden. Lasst es also gemütlich angehen und nutzt die Zeit für Pausen mit tollem Ausblick auf den Lago Nordenskjöld und die im Felsmassiv hängenden Gletscher. Das Refugio selbst eignet sich ebenfalls wunderbar zum Entspannen. Es ist viel kleiner als die Refugios Torre und kann nur zu Fuß erreicht werden. Das Trekking-Volk ist also unter sich.

Trekking zum Refugio Los Cuernos

Trekking zum Refugio Los Cuernos

Trekking zum Refugio Los Cuernos

Trekking zum Refugio Los Cuernos

Abhängen im Refugio Los Cuernos

Abhängen im Refugio Los Cuernos

3. Tag: Valle del Francés – Paine Grande Lodge

Ein langer Tag für ausdauernde Trekker. Die gute Nachricht: Die Szenerie ist natürlich absolut einmalig. Wer gar nicht mehr kann oder falls das Wetter nicht mitspielen sollte, der kann die Tour auch abkürzen. Auch praktisch bei plötzlich einsetzendem Schneefall.

Vom Refugio Los Cuernos bis zum Campingplatz Italiano und vom selbigen bis zur Paine Grande Lodge ist der Weg einfach. Am Campingplatz einfach das dortige Personal ansprechen, dann könnt ihr euer Gepäck dort lassen und nur mit einem Tagerucksack in das Valle del Francés wandern. Der Aufstieg ist relativ beschwerlich aber die Aussicht soll die beeindruckendes im Park sein (vorausgesetzt die Sicht ist gut, sprich es regnet oder schneit nicht :)). Den ersten Aussichtspunkt „Glaciar Francés“ erreicht ihr nach ca. 1,5 h. Je nach Uhrzeit und Kondition könnt ihr hier einfach spontan entscheiden, ob ihr bis zum Aussichtspunkt am Campingplatz Britànico weiterwandern wollt oder wieder absteigen möchtet.

Valle del Francés

Valle del Francés

Valle del Francés

Valle del Francés

Letzte Etappe zur Paine Grande Lodge

Letzte Etappe zur Paine Grande Lodge

 4. Tag: Grey Gletscher

Für den letzten Teil des W-Trekkings gibt es verschieden Alternativen.

  • Trekking von der Paine Grande Loge zum Grey Gletscher und zurück zur Paine Grande Lodge am selben Tag.
  • Trekking von der Paine Grande Loge zum Refugio Grey mit Übernachtung. Am nächsten Tag geht es dann zurück zur Paine Grande Lodge.
  • Trekking zu einem spektakulären Aussichtspunkt auf den Grey Gletscher (ca.1,5h einfach) und wieder zurück zur Paine Grande Lodge. Anschließende Fahrt mit dem Katamaran (12:00 Uhr) von der Lodge zum Pudeto Pier, von wo ihr die Rückreise antreten könnt.
Auf dem Weg zum Grey Gletscher

Auf dem Weg zum Grey Gletscher

Vorboten des Grey Gletschers

Vorboten des Grey Gletschers

Aussichtspunkt Grey Gletscher

Aussichtspunkt Grey Gletscher

Irgendwie will ich jetzt gleich selbst wieder meinen Rucksack packen und nach Patagonien fliegen. Infos und Tipps zu den Refugios, zur Anreise etc. findet ihr hier: Trekking in Patagonien – Teil 1.

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Hi, ich bin die Steffi: Reisende, Frischluftsüchtige, Bewegungsjunkie, Bergliebhaberin, Aussichten-Genießerin, Mama des Weltreisebabys und Autorin des Blogs a daily travel mate. Der Reise- und Wanderblog für große und kleine Aktiv-Reisende.

15 comments

  • Hallo Steffi,
    ich bin zur Zeit meine Reise durch Südamerika am planen und habe ein paar Fragen zum Ablauf im Torres del Paine. Ich plane die Anfahrt von El Calafate nach Puerto Natales mit dem Bus am Dienstag, 15.11. und möchte dort eine Nacht verbringen. Mittwochs will ich dann in den TdP Nationalpark fahren. Am Samstag, 21.11. möchte ich abends in Punta Arenas sein, dort den Sonntag verbringen (Isla Magdalena) und Montags geht mein Flug nach Puerto Montt. Im Nationalpark bleibt also nur Mittwoch-Freitag bzw. Samstag wenn spät nachmittags/abends noch ein Bus nach Punta Arenas fährt. Kann ich in den wenigen Tagen den „w“ Trek machen oder hast du einen anderen Wandervorschlag? Freue mich auf alle Vorschläge

    Gruß
    Doris

    Reply
    • Hey Doris,

      hast Du schon etwas bezüglich aktuellen Bus-und Fährzeiten herausfinden können?

      Wenn Du einen Tag mehr Zeit hättest, dann würde das W-Trekking wunderbar passen.Von Mittwoch bis Freitag bzw. Samstag ist das ganz schön knapp. Es kommt ein wenig auf die Zeiten der Busse an und wie fit Du bist?

      Ich kann mir die folgenden beiden Varianten vorstellen:

      Mittwoch: Anreise zur Hosteria Las Torres und Trekking zum Aussichtspunkt auf die Las Torres. Übernachtung im Refugio Chileno. Ein langer und anstrengender Tag. Die Wanderung selbst dauert ca. 8 Stunden. Abends ist es lange hell. Du musst aber wirklich sehr fit sein, wenn Du dies an einem Tag inkl. Busfahrt „runterreißen“ willst.
      Donnerstag: Wanderung zum Refguio Cuernos
      Freitag: Wanderung zur Paine Grande Loge
      Samstag: Weiterfahrt. Ich habe die Fähre um 12 Uhr genommen und bin am Vormittag zu einem Aussichtspunkt auf den Grey Gletscher gewandert.

      Mittwoch: Anreise Refugio Las Torres. Spaziergang rund um das Refugio
      Donnerstag: Wanderung zu dem Aussichtspunkt auf die Las Torres. Übernachtung im Refugio Las Torres
      Freitag: Wanderung in Richtung Refugio Chileno. Am Abend kehrst Du wieder in das Refugio Las Torres zurück.
      Samstag: Abreise

      Wie gefallen Dir die beiden Vorschläge?
      Liebe Grüße
      Steffi

      Reply
  • Hallo liebe Steffi,

    du hast ja wirklich super tolle Tipps und einen sehr hilfreichen Blog :-)! Meine 3 Freundinnen und ich fahren Ede Januar 2016 zum TdP. Dort wollten wir eigentlich das O wandern, nun wurde uns aber gesagt, dass man das ohne Zelt gar nicht wandern kann. Weißt du da vielleicht mehr?

    Ansonsten würden wir das W wandern, wenn ich mich an deine Tipps halte gilt:
    1. Nacht: Refugio Torres Norte/Central (wandert man dahin schon oder kommt man dort mit dem Bus an?)
    2. Nacht: Refugio Los Cuernos
    3. Nacht: Paine Grande Lodge
    4. Nacht: Refugio Grey

    Braucht man dann noch eine 5. Nacht im Paine Grande Lodge oder fährt man am 5 Tag direkt heim nach der Wanderung?

    Vielen Dank schon einmal im Voraus und liebe Grüße,
    Isabelle

    Reply
    • Hi Isabelle,
      freut mich total, dass euch der Blog gefällt bzw. weiterhilft.
      Das O oder auch Big Circuit genannt könnt ihr tatsächlich nur wandern, wenn ihr euer eigenes Zelt dabei habt. Und auch entsprechende Ausrüstung bzw. Verpflegung, denn in diesem Teil des Parks gibt es nur ein Refugio (Refugio Dickson), alle weiteren Übernachtungsmöglichkeiten sind Campingplätze.

      Zu euren Frage das W-Trekking betreffend:
      1. Tag: Anreise Refugio Torres Norte bzw. Central. Ihr werdet am Parkeingang, genauer gesagt an der Laguna Amarga abgesetzt. Hier ist auch die Gebühr für den Park fällig. Von hier habt ihr die Möglichkeit zum Refugio zu wandern. Wenn ihr das nicht wollt, dann könnt ihr auf einen Shuttle warten, den die Hosteria Las Torres (ein Hotel neben dem Refugio) schickt. Der Shuttle kommt soweit ich weiß immer, wenn Busse ankommen (die kennen die Zeiten ja schon). Bezahlung dann direkt beim Fahrer. Dann könnt ihr euch noch die Beine vertreten und die erste Nacht im Refugio Torres verbringen
      2. Tag: Am zweiten Tag wander ihr zum Aussichtspunkt auf die Las Torres. Anschließend habt ihr zwei Möglichkeiten: Erneute Übernachtung im Refugio Torres oder Übernachtung im Refugio Chileno. Das Refugio Chileno liegt auf dem Weg zum Aussichtspunkt, d.h. euer Rückweg ist kürzer, wenn ihr euch für eine Übernachtung hier entscheidet. Allerdings habe ich oft negatives über das Refugio gehört (in Bezug auf Sauberkaut). Ich fand es angenehmer mein ganzes Gepäck im Refugio Torres zu lassen und nur mit einem Tagesrucksack ausgestattet zu wandern.
      3. Tag: Wanderung zum Refugio Los Cuernos und Übernachtung
      4. Tag: Wanderung zur Paine Grande Lodge und Übernachtung

      Anschließend habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Je nachdem, wie viel Zeit ihr noch zur Verfügung habt. Das W ist eigentlich erst vollständig, wenn ihr noch zum Refugio Grey am Grey Gletscher wandert.
      5.Tag: Wanderung zum Refugio Grey und Übernachtung; 6.Tag: Wanderung zur Paine Grande Lodge und Übernachtung; 7.Tag: Abreise mit der Fähre um 12.00 Uhr.
      Alternativ könnt ihr am 5.Tag Richtung Refugio Grey wandern und umkehren, wann ihr wollt und habt eine weitere Übernachtung in der Paine Grande Lodge; Abreise am Tag 6.

      Ich habe folgendes gemacht: Schon vor dem Frühstück habe ich alles gepackt und war abmarschbereit. Nach dem Frühstück bin ich sofort Richtung Grey Gletscher losgewandert bis zum ersten Aussichtpunkt auf den Gletscher. Anschließend ging es zurück zur Lodge und um 12.00 Uhr habe die Fähre genommen. Obwohl es ein wenig stressig war, hat es sich gelohnt und ist für fitte Wanderer machbar.

      Ich hoffe, ich konnte euch bei der Planung weiterhelfen?
      Meldet euch einfach, wenn ihr noch Fragen habt.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Reply
        • Gerne. Wann plant ihr denn zu reisen? Ich hoffe, ihr bekommt noch einen Platz. Ich habe gesehen, dass es im Dezember schon so gut wie voll ist.
          Liebe Grüße
          Steffi

  • Wir wollten dort Ende Januar hin und spätestens dieses Wochenende buchen. Wahrscheinlich werden wir uns Zelte von den Refugios mieten, da die Übernachtungen schon sehr teuer sind.
    Liebe Grüße,
    Isabelle

    Reply
  • Hallo Steffi,

    ich plane im Dezember evtl. den W-Track zu machen und bin noch auf der Suche nach Tipps, ob man diesen ohne Führer machen kann oder nicht. Ich war noch nie in Südamerika und besitze nur Wandererfahrung in Europa (Österreich und Norwegen), u.a. klassisches Hüttenwandern und Co. Ich kann dementsprechend die Situation nicht ganz einschätzen. Kannst du mir weiterhelfen?

    Viele Grüße, Lena

    Reply
    • Hey Lena,
      den W-Trek kannst du meines Erachtens ganz einfach ohne Führer gehen, vor allem, wenn du bereits Wandererfahrung mitbringst. Es gibt aber auch viele Anbieter, die geführte Treks in der Gruppe anbieten. Es kommt ein wenig darauf an, wie viel Erfahrung du tatsächlich mitbringst. Verlaufen kannst du dich auf dem Trek kaum und vor allem im Dezember wirst du definitiv nicht alleine unterwegs sein.
      Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Entscheidung ein wenig weiterhelfen.
      Liebe Grüße
      Steffi

      Reply
  • Hi Steffi,

    danke für die schnelle Info. Das mit dem Verlaufen habe ich am Kritischsten gesehen, weil wir nicht mit einer geführten Gruppe reisen wollten. Mir ist nur wichtig, dass ich mich nicht irgendwo anseilen muss oder so. Aber da ja immer nur von „Trekking“ in allen Reiseführen und Portalen die Rede ist, werde ich daswohl schaffen ;-).

    Danke nochmal für deine Hilfe. Viele Grüße, Lena

    Liebe Grüße, Lena

    Reply
  • Hi Steffi,
    Superinteressante Seite. Ein paar Fragen: wir wollen evtl. auch den W Treck machen ( Familie mit Kind ) . in Verbindung mit Moreno Gletscher. Macht es Sinn einen Mietwagen zu nehmen und selbst rumzureisen, oder lieber über eine Agentur das ganze organisieren zu lassen ? Wieviel Zeit sollte man für die „Kombireise “ denn einplanen ?
    Viele Grüße , roger

    Reply
    • Hallo Roger,
      freut mich, dass dir mein Blog gefällt. Mietwagen oder Agentur ist beides möglich und beides zu empfehlen. Hier kommt es ganz darauf an, was euch besser gefällt. Da müsst ihr Vor- und Nachteile (Flexibilität, Preis) einfach selbst abwägen.
      Zeit: Wie kommt ihr denn nach Patagonien? Wahrscheinlich mit dem Flugzeug, oder? Ihr müsst bedenken, dass der Torres del Paine ich Chile liegt und der Perito Moreno Gletscher in Argentinien. Vom Torres del Paine bzw. dem nächstgelegenen Flughafen in Punta Arenas könnt ihr nicht zurück nach Buenos Aires fliegen und von El Chalten (Perito Moreno) könnt ihr nicht nach Santiago de Chile fliegen. Wie viel Zeit ihr dann braucht hängt auch stark von den aktuellen Flugzeiten ab.
      Ich hoffe, ich konnte euch bei eurer Planung weiterhelfen. Eine Woche solltet ihr allerdings schon einplanen.
      Grüße Steffi

      Reply
  • Hallo Steffi,
    vielen Dank für die Infos, wie werden wohl mit dem Flieger kommen und danach noch irgendwo einen Badestopp einlegen, aber ich hab noch keine Ahnung wo. evtl. Rio oder so , mal schauen was die Flugverbindungen so hergeben. Viele Grüße Roger

    Reply
  • Hallo Steffi!
    Ich düse in 2 Wochen los nach Patagonien und werde dort auch den W-Trek wandern. Ich habe mir ein paar YouTube-Videos angesehen und bin etwas verunsichert. Grund dafür ist, dass ich schon ganz schön Höhenangst habe. Gibt es da irgendwelche potentiell für Höhenangst-Geplagte „kritischen“ Situationen? Leitern die man runter muss oder sowas? Dann würde ich mich gern moralisch schon mal darauf vorbereiten :-)
    Ganz lieben Dank und viele Grüße, Alex

    Reply
    • Lieber Alex,
      nein. Meiner Meinung nach ist da nichts, was dich höhenangsttechnisch an deine Grenzen bringen dürfte.
      Oder? Wie war es denn? Alles gut überstanden?
      Grüße Steffi

      Reply

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