Camping in Albanien mit Kindern – Tipps & Highlights für euren Familienroadtrip

Camping in Albanien mit Kindern – Tipps & Highlights für euren Familienroadtrip

Albanien gehört aktuell noch zu den Geheimtipps unter den europäischen Reiseländern. Wir sind im Juni drei Wochen mit dem Camper durch den Balkanstaat gereist. Gemeinsam mit unseren beiden Kindern (5 und 1) haben wir auf Campingplätzen geschlafen und wild gecampt. An der Küste Albaniens hatten wir entspannte Badetage und ganz besonders haben wir die Zeit in den albanischen Alpen genossen, wo die Berge uns zum Wandern einluden und der türkisblaue Fluss Valbona für Abkühlung sorgte.

In diesem Beitrag bekommst Du Infos zu den schönsten Reisezielen für Familien in Albanien. Außerdem verrate ich unsere Top 3 Campingplätze sowie die drei schönsten Plätze zum Freistehen mit dem Camper. Ein Beitrag von Co-Autorin Simone

Inhaltsverzeichnis – Mit dem Camper durch Albanien

  1. Straßen in Albanien
  2. Stadtbesuche mit Kindern in Albanien
    2.1 Vlora
    2.2. Berat
    2.3. Tirana
  3. Die schönsten Naturerlebnisse mit Kindern in Albanien
    3.1. Baden
    3.2. Wandern
    3.3. Fahrt mit der Koman Lake Ferry
  4. Freistehen in Albanien (inkl. unserer Top3 Plätze)
  5. Campingplätze in Albanien (inkl. unserer Top3 Plätze)

Straßen in Albanien

Vorab hatten wir viel Schlechtes über die Straßen in Albanien gehört. Unsere eigenen Erfahrungen waren sehr unterschiedlich. Insgesamt waren die Straßen in einen besseren Zustand als befürchtet. Es gab auf unserer Route zwei längere Abschnitte, auf denen wir vielen Schlaglöchern ausweichen mussten und entsprechend langsam vorankamen, ansonsten haben uns ein paar Mal Kühe, Ziegen oder Kutschen den Weg versperrt. Diese Begegnungen empfanden wir aber eher als gelungene Abwechslung.

EIne Kuh grast am Straßenrand
Keine Seltenheit in Albanien: Tiere auf der Straße

Eine der schönsten Strecken auf unserer Route durch Albanien war die Straße vom Shkodra Lake entlang der montenegrinischen Grenze zum Grenzübergang nach Bashkimi. Nicht nur oberhalb der Serpentinenstraße (übrigens ins top Zustand) konnten wir beeindruckende Ausblicke genießen. Unser Highlight war an diesem Tag aber ein Halt an der Badestelle Tarraca e Greces. Nach einer kurzen Kletterpartie über die Felsen (kleinere Kinder solltet ihr hier besser in der Kraxe oder Trage mitnehmen), sind wir von der Straße aus zu einem natürlichen Schwimmbecken gelangt, wo wir uns erfrischen konnten. Achtung! vor dem ersten Sprung solltet ihr euch evtl. kurz abkühlen. Das Wasser ist wirklich eiskalt.


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Stadtbesuche mit Kindern in Albanien

Wir machen meistens einen Bogen um größere Städte. Oft finden wir es zu stressig mit dem Camper durch den Stadtverkehr zu fahren, es ist schwierig einen Parkplatz zu finden und die Kinder sind ohnehin lieber in der Natur unterwegs. In Albanien haben wir in nur drei Wochen sogar drei Städte besucht und waren positiv überrascht. Der Verkehr war in Vlora, Berat und Tirana überschaubar. Es war kein Problem geeignete Parkplätze zu finden oder es gab eine gute Alternative, um ohne Camper von Außerhalb ins Stadtzentrum zu gelangen.

Vlora

Vlora ist eine Hafenstadt in Südalbanien und die erste Stadt, die wir in dem Land besucht haben. Dort waren wir sowohl in der Altstadt als auch im neuen Stadtzentrum. Beide Male haben wir unkompliziert geeignete Parkplätze gefunden, von denen aus wir unser Ziel zu Fuß erreichen konnten.
Die Altstadt von Vlora ist sehr hübsch und nicht besonders groß. Rund um einen kleinen Platz im historischen Zentrum gibt es ein paar gemütliche Cafés, die nach der Erkundungstour mit gutem Kaffee, Eis und anderen Leckereien locken. Das moderne Stadtzentrum ist nicht besonders sehenswert. Hier haben wir unsere Vorräte für unseren Aufenthalt am nahegelegenen Strand aufgefüllt.

Vlora - Albanien
Spaziergang durch die Altstadt von Vlora

Berat

In Berat, der Stadt der tausend Fenster, haben wir sehr zentral im Garten eines Guesthouses geparkt und auch übernachtet. Von dort aus konnten wir das Zentrum und die Burg der Stadt bequem zu Fuß erreichen. Der Besitzer war sehr freundlich und hilfsbereit. Wir bekamen für wenig Geld sogar ein sehr leckeres und landestypisches Frühstück am nächsten Morgen. Allerdings waren wir hier froh über unsere eigene Toilette im Camper. Das zur Verfügung stehende Bad (mit Waschmaschine) wurde leider nicht sehr gut gepflegt und die Toilette war kurz davor auseinander zu fallen. Abgesehen davon kann ich den Stellplatz im Garten von Nikos Guesthouse empfehlen, um die Stadt zu besichtigen und eine Nacht zu bleiben. Das Frühstück solltet ihr euch dann nicht entgehen lassen. Ihr findet sein Angebot für Camper in der App Park4Night.

Für uns hat sich der späte Nachmittag als idealer Zeitpunkt zum Start von Stadtbesichtigungen herauskristallisiert. So haben wir den Vormittag für die Anreise, es ist nicht mehr so heiß und südliche Städte erwachen ohnehin erst am Abend zum Leben. Die Erkundungstour durch Berat führte uns zuerst hinauf zur Burg, von wo wir einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Sonnenuntergang genießen konnten. Nach einem landestypischen Abendessen mit Fërgesë (einer Art Dip aus Tomatensauce, Hüttenkäse, grünem Paprika und Knoblauch) und Brot ging es dann wieder runter zur mittlerweile sehr gut besuchten Flaniermeile. Dort reihen sich Bars, Restaurants und Cafés aneinander und wir kauften im abendlichen Trubel noch ein Eis auf die Hand für den restlichen Rückweg zu unserem Stellplatz.

Der Weg hinauf zur Burg von Berat lohnt sich besonders am Abend

Tirana

Wir haben sogar die Hauptstadt Albaniens, Tirana, besucht. Mit dem Camper hätten wir es wahrscheinlich nicht gewagt, in die City zu fahren. Stattdessen hatten wir die Möglichkeit auf dem Campingplatz Tirana einen Shuttlebus zu nutzen, der von den Betreibern des Platzes auf Wunsch organisiert wurde. Mit dem Bus wurden wir mit zwei weiteren Familien morgens in die Innenstadt gefahren und am Nachmittag wieder abgeholt. Der Platz liegt sehr idyllisch an einem See mit Bademöglichkeit und ist dennoch nur ca. 20 Minuten von der Innenstadt entfernt.

Tirana hat uns positiv überrascht und wir haben die Stadt als sehr modern und lebenswert wahrgenommen. Bei unserem Besuch war es ziemlich heiß, wir haben es aber dennoch genossen durch die Innenstadt zu schlendern, ein paar Besorgungen zu machen und uns treiben zu lassen.

Fürst Skanderbeg Denkmal in Tirana

Die schönsten Naturerlebnisse mit Kindern in Albanien

Albanien bietet viele und abwechslungsreiche Naturerlebnisse für Familien. In den Bergregionen ist es auch im Sommer meistens nicht zu heiß zum Wandern. Flüsse und Seen sorgen zusätzlich für Abkühlung. An der Küste laden die Strände zu ausgedehnten Badetagen ein.

Baden in Albanien

Wir waren in Albanien fast jeden Tag im Wasser, sind im Meer und in Seen geschwommen und haben im eiskalten Fluss gebadet. In den Thermalquellen Benjë bei Permet hat unsere Tochter sogar das Schwimmen gelernt.

Die albanische Riviera, den touristischsten Teil des Landes, haben wir ausgelassen. Wir waren an der Küste rund um Vlora und haben dort zwei verschiedene Strände besucht. Das Wasser war dort angenehm warm und so flach, dass es sich ideal zum Baden für Kinder eignet. Türkisblaues Wasser, wie wir es von den Stränden in Griechenland kannten, gibt es in diesem Küstenabschnitt allerdings nicht. Das haben wir dafür im Fluss Valbona gefunden, der herrlich klar, aber auch eiskalt ist.

Planschen im kalten Wasser der Valbona
Füße abkühlen im eiskalten Wasser der Valbona

Sowohl an der Küste als auch in den Bergen hatten wir tolle Stellplätze mit Bademöglichkeit direkt vor der Van-Tür. Unsere Favoriten verrate ich Dir später im Abschnitt zum Freistehen in Albanien.

Wandern in Albanien

Für Bergwanderungen in Albanien eignen sich besonders der Nationalpark Valbona und das Nachbartal rund um Teth in den albanischen Alpen. Leider sind die meisten der hier ausgewiesenen Wanderungen nicht geeignet für Familien mit kleineren Kindern, die schon selbst laufen wollen. Viele der Wege sind einfach zu lang und es sind zu viele Höhenmeter zu überwinden. Gerade noch machbar mit unserer fünfjährigen Tochter und unserem kleinen Sohn in der Kraxe war die Panoramarunde im Valbonatal. Mit Pausen waren wir hier fast den ganzen Tag unterwegs. Dafür wurden wir mit reichlich Walderdbeeren am Wegesrand und herrlichen Ausblicken belohnt.

Bergblick auf unserer Wanderung im Valbonatal
Blick vom höchsten Punkt der Panoramarunde im Valbonatal

Eine weitere gute Option ist es ein Stück der Strecke von Valbona nach Teth zu gehen und auf demselben Weg wieder zurückzuwandern. Am Ende des Tals gibt es einen großen Parkplatz, der sich als Start anbietet. Mein Mann ist diesen Weg nur mit unserem Sohn in der Kraxe gelaufen, während ich den Vormittag mit unserer Tochter am Van und im Hotel/Restaurant neben dem Parkplatz verbracht habe. Hier gibt es einen großen Kinderspielplatz, Kaffee und kostenloses Wifi. Ideal um ein wenig zu arbeiten, während meine Tochter sich auf Schaukel, Rutsche und Co vergnügte.

Fahrt mit der Koman Lake Ferry

Ein Highlight in Albanien war für uns die Fahrt mit der Fähre über den Komansee. Wir sind von Fierze bis Koman auf einer kleinen Autofähre ca. zweieinhalb Stunden über den See gefahren. Auf der Fähre (Link zur Buchungswebsite) war es leider sehr voll, sodass wir uns nach einiger Zeit lieber im Camper auf dem offenen Deck aufgehalten haben. Bis dahin haben wir jedoch eine beeindruckende Aussicht auf den See und die umliegenden Berge in der fjordähnlichen Landschaft genossen. Wäre es kein so warmer und sonniger Tag gewesen, hätten wir uns sicher in den Milfordsound nach Neuseeland oder nach Norwegen versetzt gefühlt.

Freistehen in Albanien

Freistehen ist in Albanien nicht offiziell erlaubt, wird aber geduldet. Wir haben, wie auch schon in Griechenland (hier geht’s zum Beitrag über das Freistehen in Griechenland), die meiste Zeit freigestanden und keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil: Wir haben viele großartige Plätze entdeckt und fühlten uns überall willkommen.

Wer lieber nicht freistehen möchte, wird in Albanien ebenfalls keine Probleme haben. Richtige Campingplätze sind bisher noch rar, jedoch bietet fast jedes Guesthouse zusätzlich zu Zimmern auch Parkplätze für Camper an. Dusche und Toilette sind dabei fast immer vorhanden. Oft gibt es auch weitere Services, wie Waschmaschine etc.

Unsere drei schönsten Freistehplätze in Albanien

Wie auch schon in Griechenland haben wir in Albanien die meisten unserer Stellplätze über die App Park4Night gefunden. Häufig haben wir auf großen Wiesen und Hügeln irgendwo im nirgendwo mit schöner Aussicht gestanden. Besonders gut haben uns aber die Plätze am Wasser gefallen. Es gibt einfach nichts Besseres, als gleich nach dem Aufstehen eine Runde Planschen zu können. Entsprechend liegen unserer Stellplatzfavoriten am Meer, am Fluss und sogar an warmen Quellen.

Vlora Strand

Ein sehr schöner und beliebter Stellplatz ist der Dailan Beach bei Vlora, wo Du (mit Ausnahmen) sogar auf dem Strand parken darfst. Da wir etwas Sorge hatten uns festzufahren und zum Schutz der Schildkröten auch darum gebeten wird, nicht auf den Strand zu fahren, schlugen wir unser Camp etwas oberhalb auf einer Wiese auf. Wir blieben für drei Nächte und genossen den Austausch mit anderen Campern und den breiten und sehr flach abfallende Strand mit warmem Wasser.


Von Flora aus sind wir etwa dreißig Minuten zum Vlora Strand gefahren. Das letzte Stück ging über eine sehr löchrige Schotterstraße. Vorab hatten wir uns in der Stadt mit allem eingedeckt, was wir für ein paar Tage benötigen. In Vlora gibt es viele Supermärkte, Obst- und Gemüsestände und sogar einen Rossmann. Letztendlich sind wir nur weitergefahren, weil wir unser Wasser auffüllen mussten. Ein richtig toller Ort, um für ein paar Tage Meer, Sand und Natur zu genießen und nichts zu tun außer Planschen und den Strand zu erkunden.

Valbonatal

Etwas aktiver war dagegen unser Aufenthalt im Valbonatal, in dem es deutlich kühler als an der Küste ist und es sich ideal wandern lässt. Wir standen für drei Tage an einem sehr grünen Platz, etwas abseits der wenig befahrenen Straße, gleich neben dem Fluss Valbona. Dort gibt es eine kleine Badestelle, an der wir uns im eiskalten Flusswasser erfrischen konnten. Auf dem Weg ins Tal haben wir uns in Bajram Curr mit Lebensmitteln eingedeckt. Im Tal gibt es zwar Wasser (aus dem Fluss) und ein Restaurant aber nur einen sehr kleinen Supermarkt (eher ein Kiosk). Vorab für mehrere Tage einzukaufen ist hier auch für Van-Reisende ohne Kühlschrank kein Problem: Unsere Stellplatznachbarn haben Käse, Milch & Co einfach in einen Wetbag gepackt und in den kalten Fluss gehängt.

Umgekehrt haben wir Flusswasser in einen schwarzen Wetbag gefüllt und in die Sonne gestellt. Am Abend war es so warm, dass es mit kaltem Wasser vermischt die ideale Temperatur für ein Babybad in der Spülwanne hatte.

Freistehen im Valbonatal (Albanien)
Campingleben – nur echt mit Müllbeutel im Fenster

Thermalquellen Benjë

Ebenfalls ein Highlight war unser Stop bei den Thermalquellen Benjë, in der Nähe von Përmet.
Der große Parkplatz neben dem Fluss bietet viel Platz für Camper. Hier haben wir für eine Nacht geparkt und waren zweimal in den warmen Becken mit Blick auf die schöne Brücke schwimmen. Das Wasser war kühler als erwartet, was wir bei den hohen Temperaturen im Juni/Juli aber sehr angenehm fanden. Der Schwefelgeruch ist zum Glück dezent. Durch den Regen des vorherigen Tages war der Fluss schlammig, aber die Becken mit Quellwasser waren glasklar. Wir hatten in Përmet trotz bedecktem Himmel und Nieselregen eine tolle Zeit und unsere Tochter hat während unserer ausgedehnten Aufenthalte in den Becken sogar ihre ersten erfolgreichen Schwimmversuche gemacht.

Heiße Quellen in Albanien
Bad in den Thermalquellen

Campingplätze in Albanien

Tatsächlich gibt es nur wenige „richtige“ Campingplätze in Albanien. Wir waren nur auf zwei Plätzen, die wir wirklich so bezeichnen würden. Die meisten „Campingplätze“ in Albanien sind Wiesen oder Parkplätze bei Restaurants oder Guesthouses, die für Camper angeboten werden und wo außerdem (in den meisten Fällen) auch eine Toilette und Dusche zur Verfügung stehen – manchmal sogar eine Waschmaschine. Reine Campingplätze mit angelegten Parzellen und top gepflegten Sanitärbereichen gibt es in Albanien bisher kaum. Der einzige klassische und große Campingplatz, den wir in Albanien besucht haben, ist das Lake Shkodra Resort.

Besonders für Familien lohnt sich hier ein Besuch. Wir haben im Shkodra Lake Resort viele andere deutschsprachige Familien getroffen und unsere Tochter war sehr glücklich über die vielen Spielkameraden. Die Plätze sind großzügig und schattig, also ideal für kleinere Kinder, um vor dem Camper auf der Picknickdecke zu spielen. Es gibt dort außerdem ein gutes und günstiges Restaurant und einen Bade-Steg zum angrenzenden See. Wir Erwachsenen haben die Zeit dort vor allem für Organisatorisches, wie Wäschewaschen, Putzen und die weitere Reiseplanung genutzt.

Sonnenuntergang im Lake Shkodra Resort
Strandbereich im Lake Shkodra Resort

Top 3 Campingplätze

Für uns waren die kleinen Campingplätze in Albanien ideal. Die familiäre Atmosphäre auf diesen Plätzen macht es leicht mit anderen Reisenden und auch den Campingplatzbesitzern ins Gespräch zu kommen und die Kinder finden sich viel leichter zurecht als auf großen Plätzen. Auf diesen drei Campinglätzen (wieder alle drei am Wasser) hat es uns besonders gut gefallen.

Koman Lake – Ledis Place

Besonders wegen des tollen Blicks über den Komansee ist das Ledis Place einen Besuch wert. Das Restaurant ist über zwei Ebenen terrassenartig im Garten angelegt und mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Hier gibt es ein paar Tiere (Kaninchen, Hunde, Katzen, Pony) und einen kleinen Spielplatz für Kinder. Unterhalb des Restaurants können Camper auf einem kleinen Platz mit Picknickmöglichkeiten und Sanitärenanlagen (leider bei unserem Besuch sehr ungepflegt) übernachten. Bei Restaurantbesuch ist das sogar kostenlos und das Restaurant können wir absolut empfehlen. Wir haben uns hier sehr über ein paar landestypische Gerichte, als Abwechslung zum sonst üblichen „Balkanteller“, auf der Karte gefreut. Zwar gibt es die Möglichkeit im See zu schwimmen, der Weg dorthin ist jedoch steil, am Ufer liegen Boote und es gibt keine Möglichkeit sich hinzusetzen. Aus unserer Sicht eignet sich der Platz daher nicht zum Baden mit Kindern.

Camping am Komansee in Albanien
Stellplatz Ledis Place, oberhalb des Koman Lake

Buona Vila

Für ein paar entspannte Strandtage können wir das Buona Vila in Bashtovë, südlich von Durrës empfehlen. Für umgerechnet 10€ pro Nacht können Camper auf dem Parkplatz neben dem Restaurant mit Meerblick stehen. Wäschewaschen und das Nutzen der Strandliegen sind im Preis sogar inkludiert. Der Inhaber spricht sehr gut deutsch und englisch und die ganze Familie ist sehr freundlich und hilfsbereit. Die Sanitäranlagen im Buona Vila sind einfach, waren bei unserem Aufenthalt aber immer sauber. Besonders hervorzuheben ist das Restaurant. Wir haben dort mehr als einmal Fisch und Pastagerichte zu einem fairen Preis gegessen. Der Strandabschnitt des Buona Vila ist sehr gepflegt und das Wasser bleibt lange flach (ideal für kleine Kinder). Auf den Nachbargrundstücken lag bei unserem Besuch jedoch sehr viel Müll.

Strandtag am Stellplatz Buona Vila

Camping Tirana

Auf dem kleinen Campingplatz Camping Tirana haben wir uns sehr wohl gefühlt. Dort gibt es alles, was wir von einem guten Campingplatz erwarten: saubere Sanitäranlagen, eine Waschmaschine und sogar Trinkwasser aus dem eigenen Brunnen. Der nahegelegene See lädt mit Badesteg zum Planschen ein.  Die Besitzer sind sehr nett und organisieren gerne einen günstigen Shuttleservice in die etwa 20 Minuten entfernte Hauptstadt. Camper können hausgemachten Wein und Raki kaufen und die Hausherrin dreht am Abend gerne Mal eine Rakirunde und hält ein Pläuschchen mit den Gästen. Die Preise sind sehr fair und wir bekamen bei einem Aufenthalt von vier Nächten sogar eine Nacht umsonst.  Besonders für Kinder ist auch der nahegelegene Aquapark einen Besuch wert und wer, so wie wir, einen Geburtstag zu feiern hat, bekommt im kleinen Supermarkt im Ort Kashar (etwa 5 Minuten Fahrt vom Campingplatz) sehr leckere und frische Torten.

Blick vom Campingplatz "Camping Tirana"
Ausblick auf den Badesee vom Campingplatz „Camping Tirana“

Wir haben die Zeit in Albanien sehr genossen und können das Land besonders Camping-Familien empfehlen, die gerne Freistehen und nahezu autark ausgestattet sind. Da wir mit unserer Solaranlage und der Trockentrenntoilette weder Landstrom noch Entsorgungsmöglichkeiten für eine Chemietoilette benötigten, waren für uns die in Albanien üblichen Stellplätze vollkommen ausreichend. Wer jedoch mehr Infrastruktur benötigt oder zusätzliche Ansprüche an Campingplätze hat, wird in Albanien eher noch nicht auf seine Kosten kommen.

Dank der niedrigen Preise eignet sich Albanien auch als Reiseziel für Sparfüchse und Familien mit kleinem Budget. Für Campingplätze haben wir hier maximal 21€ pro Nacht gezahlt, meist sogar deutlich weniger. Bei Restaurantbesuchen belief sich die Rechnung auf ca. 25€ bis 30€ (für 2-3 Gerichte plus Getränke) und eine Kugel Eis, was uns in Albanien übrigens ausnahmslos sehr gut geschmeckt hat, kostete um die 80 Cent.


Hast Du Lust bekommen Albanien mit dem Camper zu erkunden und noch Fragen dazu? Dann schreib mir gerne in die Kommentare!


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