Alle Modelle der Sony RX100 Kompaktkamera im Vergleich – Und welche zu Dir passt

Alle Modelle der Sony RX100 Kompaktkamera im Vergleich – Und welche zu Dir passt

Nimmst Du Deine Kameraausrüstung im Urlaub oder auf Reisen immer mit? Oder liegt sie eher daheim oder im Hotelzimmer, weil sie Dir dann doch zu schwer ist?

Falls ja, wäre eine kleine und reisetaugliche Kompaktkamera nicht vielleicht die bessere Alternative? Dann solltest Du Dir die Sony RX100 Kompaktkameras ansehen. Genau genommen ist es eine ganze Familie von Kompaktkameras, in der jedes Familienmitglied ihre eigenen Merkmale und Unterschiede hat.

Was alle diese Kameras gemeinsam haben, ist ein für die Kompaktklasse außergewöhnlich großer 1 Zoll Bildsensor, ein lichtstarkes Universalobjektiv und weitere verschiedene Funktionen, die man nur von Spiegelreflexkameras kennt und das mit einem leichten Gewicht von 300 Gramm.

In fast jedem Jahr wurden die Kompaktkameras verbessert, ihre Funktionen erweitert und als neues Modell auf den Markt gebracht. Du kannst die älteren Modelle trotzdem noch kaufen und zwar zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Bist Du Dir unsicher, ob sich die Investition in das letzte und teuerste Modell für Dich lohnt, dann ist dieser Artikel genau richtig für Dich. Eventuell benötigst Du nämlich gar nicht alle neuen Funktionen und ein älteres und günstigeres Modell ist für Dich völlig ausreichend.

Wo liegen die Unterschiede zwischen den Sony RX100 Kompaktkameras?

Welche jeweiligen Funktionen haben sie und welche davon sind relevant für Dich und Deine Kaufentscheidung?

Inhaltsverzeichnis

Sony RX100: Die Einsteiger-Kamera

Die erste RX100 Kamera wurde 2012 vorgestellt und ist somit schon ein paar Jahre alt. Sie ist eine der ersten Kompaktkameras mit einen unüblich großen Bildsensor von 1 Zoll. Sie wurde damals als Königin der Edel-Kompaktkameras bezeichnet. Bis dato gab es nichts Vergleichbares.

Warum ist die Größe des Bildsensors so wichtig? Je größer der Bildsensor ist, umso lichtempfindlicher ist dieser und umso höher ist die Bildqualität. Selbst bei schwachen Lichtverhältnissen und einer ISO von 3.200 liefert der Bildsensor der RX100 Kamera Bilder in brauchbarer Qualität.

Mit der RX100 lassen sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Fotos schießen. Momente mit wenig Licht lassen sich aus der Hand fotografiert, unverwackelt festhalten. Selbst in einer stockdunklen Nacht kannst Du mit der Kamera großartige Sternfotos machen.

Milchstraße fotografiert mit Sony RX100 Kompaktkamera
Die Milchstraße fotografiert mit einer RX100 (F 1.8, 10 Sekunden, ISO 1600)

Fazit Sony RX100

Die RX100 ist ideal für Einsteiger mit geringem Budget. Trotz einiger Einschränkungen (kein WLAN, kein Klappdisplay, keine Kamera-Apps) kannst Du damit sehr schöne und qualitativ hochwertige Fotos schießen.

Für derzeit ca. 320€ ist sie die günstigste Kompaktkamera auf diesem Qualitätsniveau (im Jahr 2012 ca. 650€). In dieser Preisklasse bekommst Du gegenwärtig entweder nur Bridge-Kameras mit separatem Objektiv (z.B. Sony Alpha 6500) oder Kompaktkameras mit kleinerem Bildsensor (z.B. Panasonic Lumix LX7)

Sony hat die RX100 immer weiterentwickelt, neue Funktionen eingebaut und das Objektiv bzw. den Sensor verbessert. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Sony RX100 II: Die Allrounder Reisekamera

Im Vergleich zur Sony RX100 wurde das zweite Modell in erster Linie in der Kameraausstattung verändert. Funktionen wie ein integriertes WLAN, ein Klappdisplay und ein multifunktionaler Blitz-Schuh machen die Sony RX100 II zum Allrounder-Talent.

Die WLAN Funktion eröffnet gegenüber dem ersten Modell komplett neue Möglichkeiten. Du kannst zum einen Fotos von Deiner Kamera auf Dein Smartphone kopieren, um diese z.B. bei Facebook oder Instagram zu posten oder über WhatsApp zu verschicken. Das ist ideal, wenn Du auf Reisen bist und keinen Computer dabeihast. Zum anderen kannst Du Deine Kamera mit dem Smartphone bedienen. Das ist vor allem bei Selfies oder bei der Aufnahme von Zeitraffern sinnvoll.

Das Klappdisplay erlaubt es Dir, neue Perspektiven zu erkunden. Egal ob Du Fotos aus der Froschperspektive oder mit hoch gestreckten Armen machst, verrenken musst Du Dich mit der RX100 II nicht mehr, um das Display zu sehen. Allerdings ist der Monitor nicht um 180° schwenkbar, so dass Selfies nicht immer gleich beim ersten Mal sitzen. Die Möglichkeit das Display für Selfies umzuklappen, wurde erst mit der RX100 III eingeführt.

Charakteristisch für das IIer Modell ist der Sockel auf der Oberseite der Kamera, mit dem sich Zubehör aufstecken lässt. Auf diesen so genannten Blitz-Schuh lassen sich neben professionellen Blitzgeräten z.B. ein elektronischer Sucher, ein externes Stereo-Mikrofon oder eine LED Video Beleuchtung aufstecken. Diese Möglichkeit der Erweiterung macht die Kamera zum kompakten Allrounder. Alle anderen RX100 Modelle haben im Vergleich zur RX100 II keinen integrierten Blitz-Schuh

Fazit Sony RX100 II

Mit den oben genannten Funktionen, einem Bildsensor von 1 Zoll und einem Zoom von 3,6x (bis 100mm Kleinbild-Äquivalent) ist die Kamera ideal für Reisen. Sie passt in die Hosentasche, ist flexibel nutzbar und schont das Reisebudget.

Der Brennweitenvergleich von 100 mm (RX100 / RX100 II) & 70 mm (RX100 III / RX100 IV / RX100 V)

Sony RX100 III: Die Selfie-Kamera

Verglichen mit der Sony RX100 II unterscheidet sich das dritte Modell vorwiegend durch das Objektiv. Dieses besitzt zwar nur noch einen optischen Zoom von 2,9x, ist allerdings mit einem größerem Weitwinkel ausgestattet – perfekt für Selfies. Mit ausgestrecktem Arm bekommst Du damit auch Deine Freunde mit auf das Bild. Besonders einfach macht es Dir das Klappdisplay, das sich bei der RX100 III um 180° nach oben klappen lässt. So sitzt das Selfie-Foto gleich beim ersten Schuss.

Eine interessante Funktion der Sony RX100 III ist der, für Kompaktkameras eher unübliche, integrierte ND-Filter (oft auch als Grau-Filter bezeichnet). Der ND-Filter funktioniert wie eine Sonnenbrille und gibt Dir mehr Gestaltungsspielraum.

Bei starker Sonneneinstrahlung ist normalerweise eine große Blende (z.B. 11) nötig, damit das Bild nicht überbelichtet wird. Mit einer großen Blende geht jedoch der Effekt der Hintergrundunschärfe verloren. Der ND-Filter lässt lediglich 12,5% des Lichtes durch, so dass der Effekt der Freistellung auch bei starker Sonneneinstrahlung möglich ist.

Freistellungseffekt Sony RX100 Kompaktkamera
Freistellungseffekt mit einer kleinen (offenen) Blende F 1.8

Durch die Verdunklung verlängert sich außerdem die Belichtungszeit um den Faktor 8, so dass Langzeitbelichtungen bei Tag möglich sind. Zum Beispiel sind tolle Wasserfall-Fotos mit dem ND-Filter realisierbar. Entscheidest Du Dich für eines der beiden Vorgängermodelle, kannst Du unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne ND-Filter Langzeitbelichtungen am Tag durchführen.

Langzeitbelichtung ohne ND-Filter Sony RX100 Kompaktkamera
Eine Langzeitbelichtung ohne ND-Filter ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Neu ist ebenfalls ein Sucher. Dieser lässt sich komplett im Gehäuse der Kompaktkamera versenken. Vor allem wenn Du eine Spiegelreflexkamera gewohnt bist, wirst Du diesen sicher lieben.

Im Sony PlayMemories Store kannst Du Dir mit der RX100 III sowohl gratis Apps als auch bezahlte Apps herunterladen. Zeitraffer, Light-Paintings, Motion-Shots, Sternspuraufnahmen und zahlreiche weitere Bildeffekte sind so im Handumdrehen, ohne den Einsatz eines Computers und speziellen Kenntnissen möglich.

Fazit Sony RX100 III

Die neuen Funktionen der Kamera haben einen echten Gimmick-Faktor. Besonders ist natürlich das Objektiv. Mit dem großen Weitwinkel bekommst Du nicht nur „mehr“ auf das Foto, sondern in Kombination mit dem Klappdisplay ist die RX100 III ausgezeichnet für spontane Selfies mit Deinen Freunden geeignet.

Sony RX100 IV: Die Kamera für Video-Freunde

Bis auf den Bildsensor unterscheidet sich die RX100 IV kaum von ihrem Vorgängermodell. Der neue Exmor RS™ Bildsensor macht diese Kompaktkamera allerdings einzigartig. Sie ist mit ultra-schnellen Schaltkreisen ausgestattet, so dass drei neue Funktionen ermöglicht werden

  • Eine Belichtungszeit von bis zu 1/32.000 Sekunde
  • Aufnahme eines Full-HD Videos mit bis zu 1000 Bildern/Sekunde
  • Videoaufnahmen in 4K

Was bringen Dir diese Funktionen?

Eine Belichtungszeit von bis zu 1/32.000 Sekunde

Dank eines elektronischen Blendenverschlusses kannst Du Fotos mit einer Belichtungszeit machen, die 16-mal kürzer ist als bei den Vorgänger-Modellen. Das ermöglicht Dir zum einen, schnelle Bewegungen gestochen scharf zu fotografieren. Zum anderen kannst Du trotz starkem Sonnenlicht Objekte mit einer weit geöffneten Blende freistellen. Neben der teureren Fujifilm X-T2 gibt es diese extrem kurze Belichtungszeit gegenwärtig in keiner anderen Kamera.

Aufnahme eines Full-HD Videos mit bis zu 1000 Bildern/Sekunde

Die RX100 IV ist in der Lage ein Video in Full-HD Auflösung (1920×1080 Pixel) mit bis zu 1000 Bildern/Sekunde aufzunehmen. Mit dieser hohen Aufnahmegeschwindigkeit hast Du die Möglichkeit sehr schöne Zeitlupenaufnahmen zu filmen. In der Wiedergabe kann so ein Video ruckelfrei (25 Bilder/Sekunde) bis zu 40 Fach langsamer dargestellt werden.

Quelle: Sony
Quelle: Sony

Videoaufnahmen in 4K

Hast Du zu Hause einen 4K fähigen Fernseher oder Computerbildschirm? Dann ist Dir sicherlich eine sehr hohe Auflösung Deiner Videos wichtig. Mit der 4K Video Option kannst Du mit der RX100 IV Videos mit 4-mal mehr Details aufnehmen als es bei Full-HD der Fall ist.

Um der hohen Aufnahmegeschwindigkeit gerecht zu werden, benötigst Du für die RX100 IV Kamera eine spezielle SD-Karte: eine SDXC Karte der UHS-I U3 Klasse. Standard Speicherkarten haben eine zu geringe Übertragungsrate und würden die Kamera ausbremsen. Beachte, dass viele Geräte noch nicht für die Wiedergabe von 4K Videos geeignet sind bzw. sich Dein Computer möglicherweise nur langsam durch die großen Datenmengen arbeiten kann. Ein 4K Video von einer Minute erzeugt eine Videodatei mit ca. 750 MB.

Quelle: Sony

Die RX100 IV beschränkt allerdings die Dauer eines 4K Videos auf 5 Minuten, weil die Kamera sonst zu warm wird. 4-mal länger hält dagegen die RX100 V – das Nachfolgermodell – durch.

Fazit Sony RX100 IV

Die RX100 IV ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine echte Rakete. Mit der extrem schnellen Verschlusszeit, der Zeitlupenaufnahme und der Unterstützung von Videos in 4K Auflösung, ist diese Kompaktkamera genau richtig für Action Helden. Beim nächsten Snowboard-Sprung kannst Du mit einem Zeitlupenvideo bei Deinen Freunden punkten oder Deine eigenen kinoreifen Kurz-Filme drehen!

Sony RX100 V: Die Kamera für mehr Action

Das 5er Modell der RX100 Serie bessert genau an der schwächsten Stelle der Vorgängerkameras nach – dem Autofokus. Dieser wird mit der RX100 V auf Spiegelreflexkamera-Niveau angehoben. Der neu eingeführte Autofokus bringt eine Verbesserung der Schärfe auf dem fokussierten Motiv, vor allem, wenn sich dieses schnell bewegt oder z.B. auf die Kamera zu bewegt.

Bei allen Vorgängerkameras kam lediglich eine einfache Kontrastmessung zum Einsatz. Diese ist zwar meist sehr zuverlässig und funktioniert auch bei schwachen Lichtverhältnissen, schwächelt aber bei bewegten Motiven.

Ein scharfes Bild, trotz schneller Bewegung (auf die Kamera zu)

Die RX100 V besitzt eine aufwändigere Phasendetektion mit 315 Messpunkten, die 65% des Bildes abdeckt. Diese Autofokus-Messmethode kommt vor allem in professionellen Spiegelreflexkameras vor. Sie zeichnet sich durch eine höhere Genauigkeit und Schnelligkeit aus und kann auch bewegten Motiven folgen. Allerdings funktioniert diese Autofokusmethode in der Regel weniger gut bei geringem Licht.

Deswegen nutzt die Sony RX100 V einen so genannten Hypbrid-Autofokus, der beide Methoden vereint. Damit soll die hohe Anzahl unscharfer Bilder, wie sie bei den Vorgängermodellen oft vorkam, drastisch verringert werden.

Erwähnenswert ist auch der leistungsoptimierte Bildprozessor Bionz X und der neue „LSI-Front-End Chip“. Dieser hält mit diesem Model Einzug in die Sony RX100 Kompaktkamera-Familie. Er ist zwischen dem Bildsensor und dem Bionz X Bildprozessor verbaut und puffert in erster Linie das Bildrohmaterial.

Dieser Spezialchip kann innerhalb von kürzester Zeit enorm viel Datenmengen aufnehmen und verarbeiten. Zusätzlich übernimmt er die Aufgabe der Rauschunterdrückung und soll zu noch besseren Bildergebnissen führen. Bei Serienaufnahmen geht der Kamera somit erst später die Puste aus, sprich mit 24 Bildern pro Sekunde und voller Auflösung schießt sie 6,5 Sekunden lang. Das Vorgängermodell schafft nur 16 Bilder pro Sekunde, ca. 2,5 Sekunden lang.

Fazit Sony RX100 IV

Selbst die Sony RX100 IV, die bereits sehr schnell ist, wird von der RX100 V noch übertroffen. Du kannst Dir sicher sein, dass Deine Fotos scharf werden, egal ob Du lieber Landschaften oder Actionszenen fotografierst. Die Schnelligkeit der Kamera zahlt sich beim nächsten Wale-Watching, beim finalen Torschuss oder bei den eigenen Kindern aus. Denn die können oft nicht stillhalten und die besten Momente sind meist

nur sehr kurzlebig.

Sony RX100 VA: Die Zwischenlösung

Die RX100 VA kam fast zeitgleich mit der RX100 VI auf den Markt. Sie ist der Nachfolger des 5er Modells und eine Zwischenlösung hin zum 6er Modell der RX100 Serie.
Der Unterschied zum 6er Model ist schnell erklärt. Die VA hat noch das alte, lichtstarke Objektiv (24-70mm) mit einer großen Blende von maximal 1.8, aber mit den neuen Funktionen der RX100 VI. Diese sind:

  • Noch mehr Bilddatenpuffer (233 statt 150 Bilder insgesamt, also +35%)
  • Eine neue Menüführung mit benutzerspezifischen Menüeinträgen
  • Allgemeine Verbesserungen beim Eye-Autofokus, Fokus Tracking, Sucher-Wiederholrate und einige Dinge mehr

Allerdings werden bei diesem Model keine PlayMemories Camera Apps mehr unterstützt.

Bei Amazon findest Du die RX100 VA als „RX100 V mit My Menu“ und die „richtige“ Sony RX100 V als „RX100 V ohne My Menu“.

Fazit Sony RX100 VA

Meiner Meinung nach loht sich der Zwischenschritt nur dann, wenn Du Wert auf „das Neuste“ legst und ein lichtstarkes Objektiv bevorzugst bzw. wenn Du auf einen großen Zoom verzichten kannst.

Sony RX100 VI: Die ideale Reisezoom Kamera

Die 6. Generation der Sony RX Familie ist anders. Neben allen bisherigen Neuerungen gibt es eine bedeutende Veränderung des Objektivs. Dieses zoomt nicht mehr nur bis 70 mm (Kleinbildäquivalent), sondern bis 200 mm. Das entspricht einem beachtlichen Zoom, obwohl die Kameradicke nur 2 mm zum Vorgängermodell zugenommen hat. Allerdings gibt es eine Kehrseite. Den starken Reisezoom gibt es nur auf Kosten der Lichtstärke des Objektivs (max. 2.8 statt 1.8) und der integrierte ND-Filter musste ebenfalls weichen.

Wie es der Zufall wollte, konnte ich die RX100 VI relativ kurz nach dem Erscheinen bereits testen. Der erste Eindruck war sehr gut und ich fragte mich, wie ein großer Zoom in so einem kleinen (ausgefahrenen) Objektiv funktionieren kann. Auf einer Wandertour konnte ich mich überzeugen.

Hier ein Beispiel

Sony RX100 Kompaktkamera Vergleich
RX100 VI mit 24 mm Brennweite
RX100 VI Sony RX100 Kompaktkamera
RX100 VI mit 200 mm Brennweite

Hier ein Vergleich mit der Sony RX100 IV

Bildausschnitt RX100 VI (200 mm) vs. RX100 IV (70 mm)

Neben dem Objektiv bringt die 6. Generation noch Verbesserungen in der Schnelligkeit des Autofokus mit, hat eine schnellere Bildverarbeitung, besitzt mehr internen Pufferspeicher für Bilder und funkt neben WLAN auch via Bluetooth GPS Standortdaten vom Smartphone auf die Kamera.

Interessant ist der Touchscreen, der für die Fokussierung genutzt werden kann. Einfach den Bildschirm berühren und schon ist der gewünschte Bereich fokussiert und fotografiert, so wie das bei jedem Smartphone heute bereits funktioniert. Leider fehlt, wie auch der RX100 VA, die Möglichkeit die PlayMemories Camera Apps zu installieren.

Fazit Sony RX100 VI

Die bisher letzte Generation der Sony RX100 Kompaktkamerafamilie überzeugt mich. Der Zoom ist beeindruckend, die Bildstabilisierung funktioniert sehr gut und die Bildqualität ist hervorragend.

Vergleich der Sony RX100 Kompaktkameras:

Vergleich der Sony RX100 Modelle
RX100 RX100 II RX100 III RX100 IV RX100V RX100VI
Sensor Exmor R™ (1 Zoll 13,2 x 8,8 mm) Exmor RS™ (1 Zoll 13,2 x 8,8 mm)
Bildprozessor Bionz™ Bionz X™
Brennweite 28-100 mm 24-70 mm 24-200mm
Optischer Zoom 3,6x 2,9x 8,3x
Abmessung 102 x 58 x 36 mm 102 x 58 x 41 mm 102 x 58 x 43 mm
Gewicht 240g 281g 290g 298 g 299 g 301 g
WIFI Nein Ja
Kamera Apps Nein Ja
Sucher Nein Optional Ja (1,4 MP) Ja (2,3 MP)
Klappdisplay Nein Schwenkbar 84°/45° Schwenkbar 180°/45° Schwenkbar 180°/90°
ND-Filter Nein Ja Nein
Video Full-HD (2K) 4K
Bildrate Full-HD max. 50 Bilder/s max. 60 Bilder/s max. 1.000 Bilder/s
Belichtungszeiten 30s – 1/2.000s 30s – 1/32.000s
bei amazon ansehen RX100 RX100 II RX100 III RX100 IV RX100 V RX100 VI

Begriffe und Hintergründe

Bildsensor

Sony hat für seine eigenen Bildsensoren Markennamen etabliert, die für mehrere Bildsensor-Generationen stehen. Unter dem Namen Exmor R™ wurde ein so genannter „Back-Illuminated“ Sensor auf den Markt gebracht. Ins Deutsche übersetzt könnte das zu Missverständnissen führen, denn der Sensor wird nicht von hinten beleuchtet!

Es handelt sich vielmehr um einen veränderten Aufbau des Sensors. Lagen bei älteren Bildsensor-Generationen die Schaltkreise zum Teil auf den Bildpixeln, wurden diese bei der Exmor R™ und Exmor RS™ Generation daruntergelegt. Die Teile des Bildpixels, die vorher im „Schatten“ lagen, können jetzt belichtet (illuminiert) werden. Der Bildsensor wird dadurch lichtempfindlicher.

  • Exmor™: Standard Generation mit Verdrahtung auf dem Bildpixeln („Front-Side Illumination“
  • Exmor R™: Erste Generation mit „Back-Side Illumination“
  • Exmor RS™: Zweite Generation mit „Back-Side-Illumination“ und schnelleren Schaltkreise

Bildprozessor

Die Hauptaufgabe des Bildprozessors ist die Verarbeitung der elektrischen Signale des Bildsensors zu einer Bilddatei. Sony entwickelte unter der Bezeichnung Bionz™ bzw. Bionz X™ eigene Bildprozessoren.

Was hat es damit auf sich?

  • Bionz™: Im Grunde genommen ist der Prozessor ein vollwertiger Computer. Seine Aufgabe ist es, die Roh-Bild Informationen zu verarbeiten, den Auto-Fokus einzustellen, das Rauschen zu reduzieren und Farben bzw. Helligkeiten optimal zu berechnen. Zu finden ist dieser Bildprozessor in zahlreichen Sony Kameras der NEX Serie, der Alpha Serie, in der RX100, RX100II und RX1
  • Bionz X™: Das X steht für die zweite Generation des Bildprozessors. Hier wurden hauptsächlich die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht, die Rauschreduktion verbessert und die Verfahren für Detailreproduktion und Farbtiefe aktualisiert. Mit anderen Worten, die Qualität der Fotos verbessert sich. Als Besonderheit von Bionz X™ zählt die Fähigkeit, Sony-Apps auf der Kamera auszuführen. Zu finden ist dieser in den meisten Sony Kameras nach 2014.
  • LSI-Chip: LSI steht für „Large-Scale Integration“. Dieser Spezialchip ist einer Art Co-Prozessor und arbeitet am Front-End, also an der Front direkt hinter dem Bildsensor. Er ist zwischen dem Bildsensor und dem Bildverarbeitungsprozessor Bionz X™ verschaltet und sorgt für eine schnelle Vorverarbeitung des Rohbildmaterials. Mit einem zusätzlichen Puffer sind extrem hohe Bildraten innerhalb weniger Sekunden möglich. So ist zum Beispiel die Sony RX100 V ca. 30% schneller als das Vorgängermodell. Innerhalb von 6,5 Sekunden fallen dann 150 Fotos an. Neben der Sony RX100 V haben auch die Sony RX100 VI, Alpha 6500, Alpha 99, RX10 III, RX10 IV, Alpha 7 III, Alpha 7R III, HX95, HX99, Alpha 9 diesen Spezialchip integriert.

Ich nutze bereits seit 2013 die kompakten Premiumkameras der RX100er Serie. Bis 2015 fotografierte ich mit der RX100 II, bis 2018 mit der RX100 IV und seit Ende 2018 mit der RX100 V.

Hast Du Fragen oder Anmerkungen zu den Kameras der Sony RX100 Familie? Dann rein damit in die Kommentare.

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Author

Hi, ich bin Stefan. Reisender, Wanderer, Marathonläufer, leidenschaftlicher Hobbyfotograf und absoluter Fan meiner handlichen Kompaktkamera. Da Reisen und Fotografieren für mich zusammengehören, teile ich auf dem Reiseblog a daily travel mate meine Fototipps mit Dir.

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