Hallo Lima! Oder warum ich mich drei Jahre auf meine Ankunft in Peru vorbereitet habe

Hallo Lima! Oder warum ich mich drei Jahre auf meine Ankunft in Peru vorbereitet habe

Endlich bin ich in Peru angekommen. Peru ist ein Land, das für mich eine ganz besondere Bedeutung hat. Warum ist Peru so wichtig für mich? Weil ich mich im Grunde drei Jahre auf dieses Land vorbereitet habe.

Drei Jahre habe ich während meiner Arbeit bei einem Reiseveranstalter individuelle Reisen durch Peru für meine Kunden ausgearbeitet. Ich habe unzählige Fragen zum Reisen in Peru beantwortet. Ohne natürlich jemals selbst dort gewesen zu sein. Willkommen in der Welt des Tourismus.

Ich habe nicht nur das Fernweh meiner Kunden, sondern kontinuierlich auch mein eigenes Fernweh geschürt. Es war also von Anfang an klar: Peru ist auf meiner Reiseroute durch Südamerika gesetzt.

Plaza Mayor Lima Peru

Eine Frage, die sich jeder Reisende bei einer Reise nach Peru stellt:

Lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt Lima?

Eine mögliche Antwort lautet: Nein, ein Besuch in Lima lohnt sich nicht. Buche gleich einen Weiterflug nach Cusco oder Arequipa und halte dich nicht in Lima auf.

Lima ist laut, Lima ist groß, Lima ist schmutzig, Lima hat ein Verkehrsproblem. Im Gegensatz zu den kulturellen Highlights (wie natürlich Machu Picchu) und der spektakulären Natur, die das Land Peru zu bieten hat, hat Lima den Ruf eines hässlichen Entleins.

Vor meiner Ankunft in Peru habe ich fünf Tage in Bogota verbracht und eigentlich genug Großstadt-Luft geschnuppert. Ich gebe zu: Ich hatte schon nach Flügen recherchiert. Direkt weiter, ohne Aufenthalt in Lima. Und habe mich zum Glück dagegen entschieden.

Warum ich mich für einen Tag in Lima entschieden habe?

Die Hauptstadt eines Landes zu sehen ist wichtig für ein umfassenderes Bild eines Landes. Diese Meinung habe ich schon immer vertreten. Und diese gilt auch für Lima.

Mein Fazit: Einen Tag in Lima sollte jeder Perureisende einplanen.

Die Altstadt von Lima hat kulturell viel zu bieten und ein Rundgang vermittelt einen guten Einblick in das koloniale und das heutige Lima.

Ein Tag in Lima reicht natürlich nicht aus, um dir Insidertipps geben zu. Deswegen habe ich dir meine persönlichen Highlights und einige nützliche Infos für einen Tag in Lima aufgeschrieben.

City Tour durch Lima:
Du bringst nur einen Tag Zeit mit und willst so viel wie möglich über Lima erfahren? Dann ist eine geführte City Tour mit Sicherheit die beste Option. Kennst du Get your Guide? In Rio de Janeiro habe ich eine City Tour darüber gebucht und war sehr zufrieden. In Lima ist dies ebenfalls über Get your Guide möglich: Die besten Sightseeing-Touren Limas.

Du willst dich lieber treiben lassen und auf eigenes Faust erkunden? Reiseführer wie der Reise Know-How Peru, Bolivien oder der Lonely Planet Peru beschreiben interessante Altstadtspaziergänge mit Hintergrundinformationen zu den Gebäuden und der Geschichte.

Unterbringung in Lima:
Viele Unterkünfte befinden sind im Stadtteil Miraflores südlich vom Zentrum. Miraflores ist ein sehr modernes Stadtviertel, in welchem vor allem gut betuchte Peruaner leben. Es gibt zahlreiche gute Restaurants und auch in der Nacht sind die Straßen in Miraflores sehr sicher. Nachteil: Der Verkehr in Lima ist schlimm. Stop & Go, schneller geht es oftmals nicht voran. Von Miraflores in die Altstadt hat der Bus für ca. 10 Kilometer etwas mehr als eine Stunde gebraucht.

Vom Flughafen Lima zu deiner Unterkunft in Lima:
Ich habe einen Transfer für 10 USD pro Person bei Peruvian-Shuttle gebucht. Du teilst deine Ankunftszeit mit und das Hotel, in dem du in Lima untergebracht bist. Am Flughafen wirst du nach deiner Ankunft bereits erwartet. Ein bequemer Flughafen – Hotel Transfer.

Weiterreise von Lima:
Neben der Möglichkeit zu fliegen, kannst du deine Weiterreise von Lima auch mit dem Bus antreten. Lima hat keinen zentralen Busbahnhof. Vielmehr haben die verschiedenen Busgesellschaften ihre eigenen Abfahrtterminals.

Ich habe mich für die Weiterreise mit der Busgesellschaft Cruz del Sur entschieden.

Du hast die Möglichkeit ein Busticket an den Schaltern von Teleticket zu kaufen. Diese sind z.B. in den großen Shoppingmalls wie Wong zu finden. Allerdings hatte ich kein Glück, denn das System hat gerade nicht funktioniert. Deswegen bin ich kurzerhand zum Office von Cruz del Sur gegangen (Jirón Quilca Ecke Alfonso Ugarte). Zu Fuß 1/4 Stunde vom Plaza San Martin im Zentrum entfernt.

Abfahrt der Cruz del Sur Busse ist in der Javier Prado. Ungefähr auf halber Strecke zwischen Miraflores und der Altstadt. Fahre nicht zu knapp vor der Abfahrtzeit der Busse von deiner Unterkunft los. Du weißt ja, der Verkehr.

Meine persönlichen Highlights in einem Tag Lima:

Spaziergang im Parque del Armor:
Der Parque del Armor liegt südlich im Stadtteil Miraflores am Pazifik. Gepflegte Rasenflächen, auf denen entweder Sport getrieben oder gepicknickt wird. 60 Meter tiefer sitzen Surfer im Line-Up und warten auf eine perfekte Welle, Paraglieder schweben über einen hinweg. Lima ist natürlich keine Stadt, die man wegen der Strände besucht. Dennoch ist es schön, aufs Meer hinauszuschauen und dem Blick ein wenig Weite zu verschaffen. Dazu gibt es einen frischen Mango-Erdbeer Fruchtshake.

Lima Parque del Armor MirafloresLima Miraflores

 

Eine Stunde mit dem Bus um den Plaza Mayor fahren:


San Cristóbal Lima AussichtSpaß, das war natürlich nicht das eigentliche Highlight. Wenn das Wetter in Lima klar ist, dann empfiehlt es sich auf den Berg San Cristóbal zu fahren. Tickets werden am Plaza Mayor verkauft. Gesagt, getan. Auf die Frage, wann die Fahrt losgeht, lautete die Antwort: In einer 1/4 Stunde. Perfekt. Fünf Minuten später bog auch schon der Bus um die Ecke. Was wir nicht wussten: der Bus fährt so lange um den Plaza Mayor, bis er voll besetzt ist – in unserem Fall eine geschlagene Stunde. Das einzige was einem übrig bleibt: Mit Humor nehmen. Die Fahrerei hat sich gelohnt. Es war zwar ein wenig trüb, was allerdings typisch für Lima ist, der Blick ist dennoch spektakulär.

Mein erstes Ceviche essen:
Eigentlich wollte ich gar kein Ceviche essen. Mein Mann hatte sich allerdings eines als Vorspeise bestellt. Er hatte gelesen, dass Ceviche typisch peruanisch sei. Stimmt, tatsächlich ist Ceviche die Nationalspeise Perus. Was er offenbar nicht wusste: das Ceviche ein Salat aus rohen Fischstücken, gewürzt mit Chilli und Limettensaft ist. Unbezahlbar: Sein Gesicht, als das Essen kam. Er mag nämlich keinen Fisch. Gemein, ich weiß. Das Ceviche war übrigens sehr lecker.

Pisco Sour LimaMeinen ersten Pisco Sour trinken bzw. zu merken, dass man keinen Alkohol mehr gewöhnt ist. So wie ein Caipirinha zu Brasilien und ein Mojito zu Kuba gehört, gehört Pisco Sour zu Peru. Pisco Sour ist ein Traubenschnaps, gemixt mit Limettensaft, Zucker, frischem Eiweiß und einigen Tropfen Angostura. Salud!

Jetzt bist du dran. Wenn du Tipps oder Fragen zu Lima hast, dann rein damit in die Kommentare.

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Author

Hi, ich bin die Steffi: Reisende, Frischluftsüchtige, Bewegungsjunkie, Bergliebhaberin, Aussichten-Genießerin, Mama des Weltreisebabys und Autorin des Reiseblogs a daily travel mate. Der Reiseblog für große und kleine Aktiv-Reisende.

1 comment

  • Holá Steffi,
    schön, dass du dich damals doch noch für ein bisschen Zeit in Lima entschieden hast. Ich bin nach 7 Jahren wieder zu Gast gewesen und bin ganz begeistert, welchen Wandel die Stadt vollzogen hat. In kleinen Schritten geht es zwar voran, aber es tut sich was. So oder so, bleibt es unvorstellbar wie eine Millionen-Stadt mitten in der Wüste noch immer nicht kollabiert ist und die Bewohner trotz Dauer-Nebel so lebensfroh sind.
    Auf jeden Fall sollten Lima-Besucher neben der klassischen City Tour, Barranco besuchen. Künstler, Bohemians und Hipster…es passt irgendwie nicht zum Bild von Lima, aber genau das macht es so reizvoll.
    Also hinfahren, angucken und dann entscheiden, ob man mit der „unschönen“ Stadt zurecht kommt 🙂
    Liebe Grüße
    Sonja

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