How much? Fünf Grundregeln, wie du in Asien um den richtigen Preis feilschst

How much? Fünf Grundregeln, wie du in Asien um den richtigen Preis feilschst

Ich steige aus dem Flugzeug. Drei Monate Südafrika und vier Monate Australien liegen hinter mir. Sonnengbräunt, mit meinen Flip-Flops an den Füßen und dem Rucksack auf dem Rücken, fühle ich mich selbstbewusst und jeder Herausforderung gewachsen. Bis die Türen des Flughafens aufgehen!

Schwüle, heiße Luft und mindestens ein Dutzend Menschen, die auf mich einstürmen und rufen: „Taxi, Tuk-Tuk, Hotel“? Völlig überfordert nicke ich und steige einfach wo ein, zahle einen überteuerten Preis für eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk und wohl auch für das Hotelzimmer.

Ob ich mich „über´s Ohr gehauen“ gefühlt habe? Nicht wirklich. Ich war einfach nicht vorbereitet. Habe bis zur letzen Sekunde Australien genossen und mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, dass Thailand ja eventuell ganz anders sein könnte. Hier ist nicht alles so geregelt, wie wir es kennen. Die Fahrt dorthin kostet so viel, das Hotelzimmer oder die Flip-Flop´s gibt es für diesen Preis. Nein, so läuft das hier nicht.

Wie handelst du jetzt den „richtigen“ Preis aus? Vor allem, wenn du noch kein Gefühl hat, was denn nun eben dieses oder jenes zu kosten hat?

Erste Grundregel:  Wissen WAS man will und WIE VIEL man bereit ist dafür zu zahlen.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es von vorne herein wichtig ist, zu wissen, was man will. Sobald du unsicher bist, wird dir dein Gegenüber – ganz Geschäftsmann – etwas vorschlagen (eine Tour, ein Restaurant, etc.), bei dem er am meisten rausbekommt. Das ist nicht mal böse gemeint. Sobald du also weißt, was du willst, solltest du dich fragen, was du bereit bist dafür zu zahlen.

Zweite Grundregel: Der genannte Preis kann in JEDEM FALL verhandelt werden.
Nach einer Weile in Asien wirst du die Preise besser einschätzen können. Aber eins kannst du dir von Anfang an merken: Der genannte Preis kann in jedem Fall verhandelt werden. Du willst z.B. ein T-Shirt kaufen: Frage wie viel das T-Shirt kostet. Der Verkäufer wird dir einen Preis nennen. Dein Gegenangebot kann dann die Hälfte des genannten Preises sein, dass ist immer ein guter Einstieg in die Preisverhandlung. Oder du machst ein Gegenangebot, dass unter dem Preis liegt, den du zu zahlen bereit bist. Ob ihr euch am Ende einigt, hängt dann natürlich auch davon ab, für welchen Preis der Verkäufer bereit ist, seine Ware zu verkaufen.

Dritte Grundregel: ARGUMENTE kannst du dir sparen.
Eine weitere Erkenntnis, die ich bei der Preisfindung erlangt habe: Argumente ziehen nicht. Dem Tuk-Tuk Fahrer ist es egal, ob das Hotel nur zwei Kilometer entfernt liegt und dem T-Shirt Verkäufer, ob die Nähte schlecht verarbeitet sind. Womit wir wieder bei Grundregel 1 angelangt sind. Werde dir klar, was du für das Shirt mit den schlecht verarbeiteten Nähten zu zahlen bereit bist und versuche, diesen Preis auszuhandeln. Warum du bereits bist, eben diesen Preis zu zahlen, spielt keine Rolle.

Vierte Grundregel: IMMER freundlich sein, lächeln und SPASS beim Handeln haben
Leute, was für eine tolle Erfindung. Keine festen Preise, sondern alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. Was am Anfang mit Sicherheit befremdlich ist, wird dir bestimmt bald Spaß machen. Und das ist auch das Wichtigste. In Asien erreichst du nur etwas wenn du freundlich bleibst und lächelst. Für alles andere wird dein Gegenüber kein Verständnis haben. Also: Keep on smiling!

Fünfte Grundregel: Du wirst (so gut wie) NIE den Preis zahlen, den die Einheimischen zahlen.
Du kannst es natürlich versuchen, gräme dich aber nicht, wenn es nicht klappt. Und fühle dich nicht über´s Ohr gehauen.

Wenn du gerade erst in Asien angekommen bist, wirst du dich mit Sicherheit umhören, was denn andere Reisende für dieses oder jenes bezahlt haben. Nur so kannst du ein Gefühl für den Preis bekommen.

Mein Tipp: Vergleiche nicht zu viel. Wenn du Gefallen an etwas gefunden hast, dann bist du auch bereit mehr dafür zu zahlen. Und ärgere dich dann auf keinen Fall, wenn du mehr bezahlt hast. Der ausgehandelte Preis sollte der für dich „richtige“ Preis sein. Ansonsten hättest du ja nicht kaufen müssen. Und manchmal ist es auch eine Frage vom Angebot. Wer nach 15 Stunden Busfahrt um zwölf Uhr nachts in einem unwirklichen Randbezirk von Phnom Penh aus dem Bus gelassen wird, und es für zwanzig Leute, drei Tuk-Tuks gibt, dann rate mal, wer hier den Preis bestimmen kann.

Feilschen um die tägliche Portion Obst...

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...und anschließend genießen.

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Jetzt bin ich auf eure Erfahrungen gespannt. Habt ihr meinen Grundregeln noch etwas beizufügen?

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Author

Hi, ich bin die Steffi: Reisende, Frischluftsüchtige, Bewegungsjunkie, Bergliebhaberin, Aussichten-Genießerin, Mama des Weltreisebabys und Autorin des Reiseblogs a daily travel mate. Der Reiseblog für große und kleine Aktiv-Reisende.

23 comments

  • Beim Punkt fünf möchte ich widersprechen, wenn das okay ist. Ich weiss, es wird immer wieder über Touristenpreise geredet und so weiter. Meine Erfahrung ist aber, dass gerade Touristen so fest davon überzeugt sind, dass sie stets zu viel zahlen, dass sie einen Preis selbst dann noch überrissen finden, wenn sie zehn Prozent weniger bezahlen als jeder Einheimische.

    Natürlich ist das von Land zu Land verschieden. Aber ich habe fünf Jahre lang in China gelebt und kann die lokalen Preise sehr gut einschätzen. Ob dus glaubst oder nicht: Beispielsweise bei Touristenattraktionen haben die Einheimischen für eine Cola meistens 5 Yuan bezahlt, ich in der Regel nur 3, was dem normalen Preis in einem Laden entspricht. Das gleiche gilt auch bei anderen Dingen, die ich gekauft habe.

    Ich glaube, dass wir Ausländer beim Handeln einen wesentlichen Vorteil haben. Wir schmämen uns nicht, den Preis übermässig zu drücken. Einheimische tun das aber.

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    • Hallo Oli,

      klar ist das ok. 🙂 In meinem Beitrag geht es eher um die Länder Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha. Das hätte ich vielleicht noch deutlich machen sollen?
      In China war ich noch nie. Das die Touristen dort teilweise weniger bezahlen ist ja interessant.

      Ich Vietnam gibt es auf jeden Fall Touristenpreise z.B. für Zugfahrten und in Kambodscha auch beim Eintritt nach Ankor. Aber diese Preise sind ja eh nicht verhandelbar.

      Ich glaube es gibt verschiedene Reisende. Manche finden das Handeln unangenehm und zahlen einfach den genannten Preis und andere streiten sich schon fast wenige Cent und zwar anscheindend, ohne sich zu schämen.

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      • Ich meinte nicht, dass Touristen in China allgemein weniger bezahlen. Es gibt solche, die einfach zahlen, was verlangt wird, und andere, die immer glauben, dass sie übers Ohr gehauen werden und dann ganz verbissen verhandeln bis sie teilweise bessere Preise rausholen als Einheimische, die den fairen Preis kennen. Vietnam und Kambodscha kenne ich nicht so gut. Da war ich nur einmal. Aber ich hab das gleiche Phänomen auch in Laos beobachtet.

        PS: Ich hab dir übrigens vorhin ein Mail geschickt…

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  • Oh ja, ich liebe es auch, das feilschen auf Reisen. Allerdings geht das beileibe nicht allen Travellern so. Auf meinen Blogbeitrag http://zypresse.jimdo.com/2013/10/23/wie-handelt-oder-feilscht-man-richtig/ hin gab es durchaus viel mehr Reaktionen nach dem Motto: ne, handeln nervt, ich will das nicht, ich fühle mich dabei unwohl…

    Schade eigentlich, denn wenn man es nicht zu ernst nimmt kann man richtig viel Spaß dabei haben. Zu Deinen TOP 5 würde ich noch ergänzen
    a) den Spickzettel mit Umrechenkursen (weil ich soo schnell garnicht mitkomme beim hin- und herrechnen) und
    b) die good guy – bad guy Technik: nimm jemanden mit, der dir immer wieder (zur Show!) abrät, Fehler findet usw.

    Ja und schließlich: Bei allem Spaß, den erfolgreiches Feilschen vermitteln kann, sollte man das Maß nicht verlieren. Wenn es nur noch um ein paar Cent rauf oder runter bei ein paar Tomaten vom Gemüsehändler in der Türkei geht, sollte man den geforderten Preis irgendwann auch bezahlen. – der muss schließlich auch die Familie ernähren und wir können’s uns doch leisten, gell?

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    • Hallo Zypresse,
      danke für eine Anmerkungen und die weiteren Tipps.

      Good Guy – Bad Guy. Das ist gut. Wenn ich drüber nachdenke hast du völlig recht. Dazu fällt mir folgende Geschichte ein: Meine Freundin probiert ein paar Schuhe an, die mich jetzt nicht vom Hocker reisen. Als das erste Preisangebot fällt, muss ich lachen. Meine Freundin hat noch gar nicht ihr Gegenangebot gemacht, da kommt schon ein deutlich besseres Angebot von der Verkäuferin. Nur wegen meiner Reaktion. Da war ich wohl der „Bad Guy“.

      Ich gebe dir außerdem völlig recht: IMMER Maß halten und nicht wegen ein paar Cent weiter den Preis immer weiter drücken.
      LG

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  • Vielen Dank für die guten Tipps!

    Ich gebe ja ehrlich zu, dass ich noch immer zu den Leuten gehöre, denen das ganze Feilschen irgendwie unangenehm ist – und dabei arbeite ich hauptberuflich *hust* als Verkäufer.
    Aber wie mit vielen Sachen macht Übung hier vermutlich auch den Meister. Noch ein paar mehr Urlaube in Asien und dann kann ich da bestimmt besser mitreden. Bis dahin, freue ich mich über diese Tipps und werde das im nächsten Urlaub mal testen. 😉

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    • Liebe Karina,
      gerne 🙂 Ich muss zugeben, dass ich mich auch nicht immer wohl dabei fühle. Vor allem, wenn ich alleine unterwegs bin. Zu zweit macht das ganze schon viel mehr Spaß und ich fühle mich irgendwie „sicherer“. Aber wie du schon geschrieben hast: Übung macht den Meister.
      LG

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  • Pingback: Links der Woche: Serienkiller am Straßenrand, WeChat und Feilschen in Asien | Unser Reisetipp

  • Ich war letztes Jahr mit ein paar Thai Freunden auf einem Wochenmarkt in Bangkok. Als wir an einem Stand für Fruchtshakes anstanden, sagte die Thai Verkäuferin meinen Freunden, dass wir doch an einen anderen Stand gehen sollten. Ihre Früchte seien nicht die besten, für die Touristen würde es aber genügen 😀 Natürlich verstanden die Touristen vor dem Stand kein Wort, inkl. mir ^^

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    • Hallo Thomas,
      interessant und ein wenig schade. Ich denke gerade durch solche „Aktionen“, sofern man diese denn mitbekommt, bekommt man als Gast das Gefühl „übers Ohr“ gehauen zu werden. Habt ihr dann die Shakes gekauft oder seid ihr an einen anderen Stand?

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      • Hallo Steffi.
        Wir gingen zu einem anderen Stand. So im nachhinein würde ich den Shake trotzdem kaufen um zu sehen, wie „gut“ er gewesen wäre. Das war übrigens am Chatuchak Markt in Bangkok.

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  • Hallo,
    ich gehöre auch zu denen, die nicht gerne handeln. Ab und zu kann es ja Spaß machen. Aber wenn man für alles und jedes handeln muss, ist es einfach nur nervig.

    Wenn ich z. B. in Thailand (meistens Nordthailand) bin, kauf ich bzw. wir sehr häufig in Supermalls und anderen Kaufhäusern, da sind alle Preise ausgewiesen.

    Allerdings habe ich auch auf vielen kleinen Märkten nicht das Gefühl über das Ohr gehauen zu werden, zumindest nicht, wen ich ganz normale Lebensmittel kaufe.

    Auf Touristenmärkten gehört natürlich das Handeln und Feilschen dazu. Da habe ich in der Vergangenheit schon bessere Preise als meine thailändische Frau erzielt.

    Was mich allerdings in Thailand nervt, sind die oft überzogenen Eintrittsgebühren für Ausländer in Nationalparks. Das sieht für mich schon etwas nach staatlicher Abzocke aus.

    Schöne Grüße
    Volker

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    • Hallo Volker,
      danke für deinen Kommentar. Ich denke, dass man das Handeln ganz entspannt sehen sollte, sprich, wenn man mal nicht so gut drauf ist oder keine Lust darauf hat, dann einfach sein lassen bzw. das Feilschen/den Preis nicht versuchen zu perfektionieren.

      Oder, so wie du schreibst, einfach in den Supermarkt gehen oder z.B. anstatt einem Tuk-Tuk eine Taxi mit Taxameter nehmen etc. – falls möglich.

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  • Ich war vor ein paar Wochen mal wieder in Marrakesch. Ok, Marokko ist nicht Asien… aber feilschen ist eben doch feilschen. Und da fiel es mir wieder auf: als Käufer fragt man zuerst nach dem Preis. Und die Antwort des Verkäufers markiert die Höhenlage in der man sich bewegen wird… zunächst. Die oben erwähnte Good Guy/Bad Guy Strategie fand ich klasse und typisch im Ablauf. Erfordert aber ein eingespieltes Team.
    Natürlich ging es auch in Marokko um Schuhe. Und es war harte Arbeit (aber doch urlaubsmäßig vergnüglich ausgetragen) in der nächsten halben Stunde den Preis zumindest auf eine halbwegs realistische Ebene zu bewegen, vom Ausgangspreis auf ein Siebtel (!) hinunter. Und immer noch kein „Schnäppchen“ oder eine Übervorteilung des Verkäufers, wie man sich zumindest in Marrakesch in dem einen vorhandenen, staatlich unterhaltenden Ladenkomplex mit Festpreisen, einfach überzeugen kann.
    Deshalb, lange Rede – kurzer Sinn, ich bevorzuge es, das Verkaufsgespräch mit einem ersten Angebot zu beginnen. Das bremst ein wenig die Energie zu fantasievollen Preisideen. (Der unerfahrene Käufer beginnt ja mit einem Gegenangebot, mit dem er den eigentlichen Verkaufspreis schon weit überschreitet, weil er Angst hat, sich mit einem niedrigeren Angebot zu blamieren. Die anschließende „Verhandlung“ dient dann nur noch der Profitmaximierung des Verkäufers). Dazu gehört eben, daß ich mich vorher orientiere und mir auch vorher überlege, wieviel ich höchstens gewillt bin auszugeben. In Marokko zB biete ich dann, na etwa ein Drittel oder so (kommt ja darauf an, um was es geht). Vor einem muß man NIE Angst haben: daß der Verkäufer irgend etwas ohne eigenen Profit verkauft. Diese Sorge ist unbegründet.

    Ach ja, und bei Tomaten oder so, beim Bauern vom Land, da feilsche ich nie…. ich weiß, daß ich da ein wenig mehr zahlen werde, das ist mir aber egal…. wenn ich aber merke, daß ich mehr als das doppelte bezahlen soll als der Käufer vor mir dann gehe ich zwei Meter weiter zum nächsten Händler. Zwei Meter, nicht zwanzig, ist einfacher… der Kollege hat mitgehört!

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    • Hallo Peter,
      danke für die ausführliche Schilderung deiner Technik. Sehr interessant, dass du das Verkaufsgespräch mit einem ersten Angebot beginnst. Da musst du davor dann aber tatsächlich schon wissen, welche Preise realistisch sind. Wie hast du denn das herausgefunden?

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      • Ja klar, das erfordert entweder eine Recherche vor der Reise, wenn ich weiß, was ich suchen möchte. Oder eine Recherche (geht ja heutzutage auch überall problemlos) wenn ich unterwegs was Nettes gesehen habe. Und, zB auf ebay, da kann ich dann getrost die Provison eines Zwischenhändlers und den Transport abziehen – und habe damit zumindest eine grobe Orientierung.
        Alternativ wäre eine „Verhandeln auf Probe“. Mag ich nicht so gerne, weil es mühsam, frustran (ich muß ja dann ohne handgreiflichen Erfolg weg gehen) und unspaßig ist. Kostet mich nur Urlaubszeit. Dann eigentlich lieber etwas mehr bezahlen, das ist dann insgesamt billiger, weil mehr Urlaub übrig bleibt. Nachteil: wenn man sich übervorteilen läßt, macht man es dem Nächsten schwer und verdirbt insgesamt die Preise („Die Deppen zahlen ja eh jeden Preis“). Was ja auch letztlich dazu führt, daß die Verkäufer sich überhaupt trauen, einen vielfach überhöhten Preis als Verhandlungsbeginn zu benennen!
        Aber: Jeder sollte sich in fernen Ländern immer genau überlegen, wo (hartes) Handeln sinnvoll ist und wo nicht! Beispiel: Ich war im letzten Jahr in Rajasthan und habe in einem kleinen Ort einen netten Schneider kennen gelernt und mit ihm Tee getrunken. Und ich weiß genau, falls ich dort wieder vorbeikommen werde (ich begleite als Arzt gelegentlich Reisegruppen), dann werde ich ihn wieder besuchen. Und einen Tee mit ihm trinken. Und ich werde mir ein paar Hemden schneidern lassen, auf Maß. Und ich werde seinen Preis ohne große Gegenwehr akzeptieren – wenn er einigermaßen ok ist – denn er muß dafür die halbe Nacht deswegen zusätzlich arbeiten und sieht vielleicht 2 Monate keinen Touristen mehr.
        Bei einem Profi-Touri-Händler gelten andere Gesetze. Da ist hartes Handeln quasi Pflicht. Aber immer locker, immer mit Spaß, nie persönlich nehmen. Der Handschlag zum erfolgreichen Geschäft (Touri macht einen guten Kauf/Verkäufer macht seinen Profit – gleichzeitig!) dokumentiert im idealen Fall eine Win-Win-Situation.
        Und mal ehrlich: aus welcher Teekanne schmeckt der Pfefferminztee besser, aus der von e-bay oder aus der aus Marokko, dort gekauft??

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        • Ach ja, für die Einleitung zum ErstGebot bewährt sich eine Formulierung wie: “ Der Laden um die Ecke wollte dafür …. (ich sach ma: 1/3 der EndPreisIdee einsetzen)… was kostet es denn bei Ihnen??“

  • Im Grunde stimme ich dem Beitrag zu, auch wenn das Feilschen nach einer gewissen Zeit echt ermüdend sein kann.

    Ich hab das je nach Gemütslage dann mehr oder weniger ausgiebig betrieben.

    Was aber auch immer ganz gut zieht, ist der „Weggehen“-Trick:

    Ist der Verkäufer nicht bereit, den Preis zu senken, verlässt man das Geschäft oder den Stand und läuft gezielt weiter. In 95% der Fälle wird man am Ärmel festgehalten und bekommt schnell ein deutlich besseres Angebot. 🙂

    Das ist zumindest meine Erfahrung aus 2 China-Aufenthalten…

    Viele Grüße
    Moritz / JayMGee

    Reply
    • Lieber Moritz,
      ja, das Feilschen kann teilweise echt nervig sein. Vor allem, wenn man einfach nur schnell etwas kaufen möchte.
      Danke für deinen weiteren Tipp – den Weggehen-Trick habe ich auch schon öfters angewandt.

      Reply
  • Hi,

    „Wer nach 15 Stunden Busfahrt um zwölf Uhr nachts in einem unwirklichen Randbezirk von Phnom Penh aus dem Bus gelassen wird, und es für zwanzig Leute, drei Tuk-Tuks gibt, dann rate mal, wer hier den Preis bestimmen kann“

    ja genau, der Touri, nicht der Tuk Tuk Fahrer, denn der Touri hat im allgemeinen keine Lust fuer ein paar Groschen zu feilschen und bekommt die Fahrt, der Einheimische, der weniger Geld hat geht leer aus und das ist einfach nicht ok !!!

    LG Heike

    Reply
    • Liebe Heike,
      das verstehe ich jetzt nicht. Schließlich MUSS ich ja mit dem Tuk Tuk fahren (Taxis waren keine zur Stelle). Und das weiß der „arme“ Fahrer ganz genau. Somit kann er einen Preis festlegen, der viel höher ist, als die Strecke mit dem Tuk Tuk normalerweise kostet. Angebot und Nachfrage eben.
      LG Steffi

      Reply
      • Halloechen Steffi, ich wollte damit nur sagen, dass Du eben als Touri mehr bezahlen kannst, als die Einheimischen die auf ein Tuk Tuk ebenso angewiesen sind, Der Tuk Tuk Fahrer weiss aber dass er eben von Dir mehr verlangen kann und Du es auch bereit bist zu zahlen. Die Einheimischen muessen dann halt zur Not Stunden warten bis wieder ein Tuk Tuk auftaucht, welches den regulaeren Preis verlangt, weil die Backpacker nun bereits alle im Hotel sind….
        LG Heike

        Reply
        • Liebe Heike,
          achso. Da hatte ich dich total falsch verstanden. So rum gesehen, macht es natürlich Sinn. Danke für die Erklärung.
          Liebe Grüße
          Steffi

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