Gefahren beim Wandern weltweit und wie Du Deine Familie im Ernstfall absicherst

Gefahren beim Wandern weltweit und wie Du Deine Familie im Ernstfall absicherst

(Enthält Werbung für CosmosDirekt Versicherung)

Wann habe ich eigentlich meine Liebe zu den Bergen und zum Wandern entdeckt? So ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber es muss vor ungefähr zehn Jahren passiert sein.

Vielleicht in jenem Augenblick meiner Südafrika-Reise, als eine Gruppe junger Reisender auf den Tafelberg hinaufwollte und sich genau zwei gefunden haben, die lieber zu Fuß gehen wollten, als mit der Seilbahn zu fahren? Eine davon war natürlich ich.

Oder ein paar Monate später, als ich mit einem Camper und zwei Freundinnen durch Australien reiste und wir uns lieber mit Kompass (Smartphone war damals noch Fehlanzeige) und Anti-Mücken-Spray bewaffnet durch den Dschungel schlugen, als jeden Abend feiern zu gehen?

Nach dieser sehr intensiven Weltreise vor zehn Jahren kehrte ich zurück nach Deutschland und leistete mir gleich ein paar Wanderstiefel. Nach einem weiteren halben Jahr bin ich dann nach München gezogen und habe mir die erste Wanderkarte gekauft. Seither ist sehr viel passiert.

Ich lernte meinen Mann kennen und wir erwanderten zusammen zahlreiche Gipfel in den Alpen. Ich bekam passend vor der patagonischen Bergkulisse einen Heiratsantrag und unser Weltreisekind hat sich bisher als der perfekte Wanderpartner herausgestellt.

Wandern mit Baby auf Elba
Wandern mit Mann und Baby auf Elba

Mittlerweile würde ich mich durchaus als sehr wandererfahren bezeichnen, obwohl ich mich an richtig schwere Touren selten wage. Das ist auch völlig in Ordnung und das Schöne am Wandern.

Zwischen einem leichten Spaziergang und einer schweren Bergtour liegen so viele Stufen dazwischen, dass jeder Wanderer auf seine Kosten kommt.

Gefahren Wandern weltweit Klettersteig
Gipfelglück nach einem Klettersteig – Nichts für mich, für meinen Mann durchaus

Egal, ob Du lieber leichte oder schwere Touren gehst, Du solltest Dir immer der Gefahren bewusst sein, die das Wandern weltweit mit sich bringen kann. Natürlich nicht nur, aber vor allem dann, wenn Du Verantwortung für eine Familie zu tragen hast, weil Du Mama oder Papa bist.

Hüttenübernachtung mit Familie
Denke daran, Deine Familie für den Ernstfall abzusichern

Doch welche Gefahren birgt das Wandern weltweit überhaupt, wie kannst Du Dich darauf vorbereiten und wie kannst Du Deine Familie im Ernstfall absichern?

Inhaltsverzeichnis

Gefahren beim Wandern in den Alpen

Gerade aus den Alpen, die sehr nahe an unserem Wohnort München liegen, bekommen wir natürlich vermehrt Meldungen von Wanderunfällen mit. Selbstüberschätzung und eine unzureichende Vorbereitung einer Wandertour führen in jeder Wandersaison leider immer wieder zu Unglücken.

Vor allem das Wetter spielt bei der Planung einer Wanderung in den Alpen eine große Rolle.

Eine häufig unterschätzte Gefahr stellen hierbei die in den Sommermonaten auftretenden Gewitter dar. Diese können auch für Wanderer auf einer leichten Wanderung lebensbedrohlich werden. Obwohl es unwahrscheinlich ist, von einem Blitzschlag getroffen zu werden, ist es nicht gänzlich ausgeschlossen und Gewitter sollten deshalb nie auf die leichte Schulter genommen werden.

Wandern in den Alpen – Mit Fersicht und ohne Gewittergefahr

Du kannst Dich allerdings entsprechend vorbereiten: Studiere vor einer Wanderung die Wettervorhersage und plane Deinen Wandertag so, dass Du bei instabiler Wetterlage und Gewitterwarnung früh losgehst, damit Du am frühen Nachmittag wieder zurück im Tal bist.

Bildet sich ein Gewitter früher als gemeldet, steige so schnell wie möglich ab. Egal, ob Du Dein Ziel, den Gipfel, schon erreicht hast oder nicht. Denn auf dem Gipfel oder auf einem Grat ist es in einem Gewitter am gefährlichsten.

Gefahren beim Wandern Gewitter
Gewittergefahr in den Alpen – Hier braut sich ein Gewitter zusammen

Mit der richtigen Planung und immer einem Auge auf dem Wetter während einer Wanderung, kannst der Gewittergefahr in den Alpen gut aus dem Weg gehen.

Gefahren beim Wandern in Neuseeland

Ich liebe Neuseeland. Mein 3-monatiger Camping-Roadtrip durch dieses Land war eine Erfahrung, die ich nie wieder missen möchte. Wandern waren wir in Neuseeland natürlich auch – und nicht zu wenig. Immerhin sind es knapp 400 Kilometer geworden. Wahnsinn, oder?

Die Wandermöglichkeiten in Neuseeland scheinen geradezu unendlich vielfältig zu sein. Allerdings geht eine Wanderung in Neuseeland nicht für alle Reisenden immer gut aus. Meldungen von vermissten und nicht mehr lebend gefundenen Wanderern gibt es leider immer wieder.

Was ist der Grund hierfür und was kannst Du für Deine Sicherheit tun?

Top Ten Fotospotes Neuseeland Stewart Island
Wandern in Neuseeland bedeutet Natur pur

In der Regel wird das neuseeländische Wetter kombiniert mit der Abgeschiedenheit, in der viele Wanderwege liegen, Wanderern immer wieder zum Verhängnis. Das Wetter kann vor allem an der südlichen Westküste Neuseelands wahnsinnig schnell von Sonnenschein zu einem Schneesturm wechseln.

Selbst erfahrene Wanderer sollten sich gut auf eine mehrtägige Wandertour in Neuseeland vorbereiten und das Wetter vorab prüfen. Vor allem bei wechselhaft vorhergesagtem Wetter (also so gut wie immer) ist zu besonderer Vorsicht geraten.

Gefahren Wandern Neuseeland Wetter
Das Wetter in Neuseeland: Eben noch Sonnenschein, plötzlich bedeckt, kalt und sehr stürmisch

Du kannst vor einer geplanten Wanderung im örtlichen DOC (Department of Conservation) Office Bescheid geben und Dich nach der Tour dort zurückmelden.

Meine Erfahrungen mit den Mitarbeitern des DOC sind durchweg positiv. Sie kennen ihr Land, das Wetter, die Bedingungen und sind in der Regel selbst schon viele der vorhandenen Wanderwege gegangen. Sie geben gute Tipps und auch bei schlechtem Wetter raten sie einem nicht gleich grundsätzlich und übervorsichtig von einer Tour ab.

Gefahren Neuseeland Tongariro Crossing
Startpunkt des berühmten Tongariro Crossings – Nur etwas für geübte Wanderer

Einzig am Startpunkt zu einer der wohl bekanntesten Wanderungen in Neuseeland – dem Tongariro Crossing – waren wir mit einer DOC Mitarbeiterin uneinig. Sie stand dort, um uns von der Wanderung bei den gegebenen Wetterbedingungen abzuraten. Wir sind dennoch los, denn wir fühlten uns sicher und wandererfahren genug, um den Trek auszuprobieren. Wäre es uns unterwegs zu heikel geworden, hätten wir sofort den Rückweg angetreten.

Diesen Tipp kann ich Dir übrigens für alle Wanderungen weltweit geben: Umkehren ist keine Schande!!

Neuseeland Reiseland für Fotografen klare Farben
Wandern in Neuseeland bei Bilderbuchwetter – auch das kommt vor

Informiere Dich vor einer Wanderung in Neuseeland über das Wetter und sage im örtlichen DOC Office Bescheid, welche Wanderung Du planst und wann Du zurück sein willst – vor allem bei einer mehrtägigen Wanderung. Sei außerdem auf jedes Wetter vorbereitet und packe Deinen Wanderrucksack entsprechend.

Gefahren beim Wandern in Regionen über 3.000 Metern Höhe

Viele spannende Wanderziele weltweit liegen in einer Höhe von über 3.000 Metern.

Das bekannte Andenstädtchen Cusco in Peru liegt zum Beispiel auf 3.400 m Höhe und bei einer Wanderung zur berühmten Inkastätte Machu Picchu, über den Salkantay Trek, den ich Dir wärmsten empfehlen kann, überquerst Du einen Pass von über 4.600 m Höhe.

Auf 4.600 m Höhe in Peru – mit der richtigen Akklimatisation gut machbar

Bei Wanderungen in diesen Höhenlagen (oder höher), musst Du Dich vorab unbedingt mit dem Thema Höhenkrankheit und richtige Akklimatisation auseinandersetzen.

Die Höhenkrankheit muss natürlich nicht unweigerlich lebensbedrohlich sein. Das ist sie in der Regel in den wenigsten Fällen. Du solltest allerdings um die Gefahr wissen und Du solltest auch wissen, wie Du das Risiko einer Erkrankung minimierst.

Besonders Reisenden in Eile sind von der Höhenkrankheit betroffen und auch Reisenden, die die Symptome ignorieren oder mit Medikamenten unterdrücken.

Die genauen Symptome der Höhenkrankheit kannst Du hier nachlesen:
Aktiv in der Höhe – So vermeidest Du die Höhenkrankheit

Vulkanbesteigung auf 5.600 Meter in Chile – Ohne ausreichende Höhenanpassung kaum zu schaffen

Wichtig ist: Gib Deinem Körper genügend Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen, steige nicht zu schnell auf, trinke mind. 3 Liter pro Tag und verzichte auf Alkohol.

Gefahren beim Wandern in Regionen mit großer Hitze

Im Grunde müssen wir hier nicht weit in die Ferne schweifen. In diesem Rekordsommer war auch in Europa die Hitze kaum auszuhalten. Wanderer kamen bei diesem durchweg sonnigen Wetter natürlich voll auf ihre Kosten.

Wandern Mallorca Wanderung Talaia D‘Alcudia (3)
Sommer 2018 in Europa – Hitze und Sonnenschein waren bei fast jeder Wanderung garantiert

Vor allem beim Wandern in großer Hitze solltest Du Dir der Gefahr eines Hitzeschlages bewusst zu sein und diesen unbedingt zu vermeiden.

Ist der Körper zu lange hohen Temperaturen ausgesetzt, steigt die Körpertemperatur und es kann zu Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit kommen. Ein Hitzschlag kann auch zum Tode führen – dies kommt zum Glück aber nur sehr selten vor.

Wichtig ist, dass Du ganz schnell aus der Sonne gehst und Dich kühlen kannst, wenn die ersten Symptome auftreten. Oder Du lässt es natürlich gar nicht erst soweit kommen.

Wandern in Tirol mit Kind Hartkaiser
Wandern bei großer Hitze: Lege häufig eine Pause ein
  • Willst Du bei großer Hitze wandern, dann plane Deine Tour so, dass Du schon in aller Frühe starten kannst. Dann ist es noch angenehm kühl und Du bist mit Deiner Wanderung fertig, wenn es am Nachmittag richtig heiß ist.
  • Lege Dir Funktionskleidung zu, wandern im Baumwoll-T-Shirt ist nichts für hohe Temperaturen.
  • Eine Kopfbedeckung ist natürlich ein Muss.
  • Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, aber leider muss es immer wieder erwähnt werden: Trinken, trinken, trinken und
  • einfach eine Pause mehr einlegen. Eine Wanderung an einem heißen Tag ist nicht dafür geeignet, den Körper an seine Belastungsgrenze zu bringen.

Gefahren beim Wandern in Regionen mit giftigen Tieren

Das ein Mensch beim Wandern durch giftige Tiere Schaden nimmt, ist sehr unwahrscheinlich.

Reist bzw. wanderst Du in Ländern, in denen es zum Beispiel giftige Schlangen gibt und Du bist auf sehr abgeschiedenen Wegen unterwegs, dann solltest Du natürlich die entsprechenden Verhaltensregeln kennen und wie Du im Ernstfall handeln kannst.

Unweigerlich fällt den meisten Wanderern in diesem Zusammenhang Australien ein. Giftige Schlagen gibt es hier zu genügend. Die Gute Nachricht: Angriffe von Schlangen sind selten, da der Mensch nicht in ihr Beuteschema passt.

Wandern in Australien Schlangebisse
Wandern in Australien – Endlose unberührte Natur und durchaus die eine oder andere Schlange

Vermeiden kannst Du Schlangenbisse, in dem Du:

  • beim Wandern stark auftrittst, denn Schlangen reagieren auf Vibrationen.
  • Siehst Du eine Schlange, dann gibt ihr Zeit, sich zurückzuziehen, da die Schlange vor allem angreift, wenn sie sich bedroht fühlt.
  • Lange Hosen und robuste Wanderschuhe mit hohem Schaft sind ebenfalls zu empfehlen.

Solltest Du dennoch von einer Schlange gebissen werden, dann gilt es, schnellstmöglich zum Arzt zu kommen. Davor solltest Du Dir allerdings die Merkmale der Schlange gut einprägen, damit der Arzt weiß, um welche Schlange es sich handelt.

Wandern im Tayrona NP in Kolumbien – Eine Schlangensichtung ist hier meist inklusive

Aber wie bereits geschrieben: Von einer Schlange oder generell von gefährlichen Tieren beim Wandern attackiert zu werden, kommt sehr selten vor. Deshalb solltest Du Dich nicht vom Wandern in abgelegene und wunderschöne Gegenden auf dieser Welt abhalten lassen.

Und bedenke: Auch ein „einfacher“ Bienenstich kann gefährlich werden, wenn die betreffende Person allergisch reagiert.

Lauern beim Wandern so viele Gefahren, dass Du lieber gleich daheimbleiben solltest?

Nach den oben genannten Szenarien klingt es tatsächlich fast so. Wenn Du den Text allerdings aufmerksam gelesen hast, dann ist Dir sicherlich aufgefallen, dass sich so gut wie alle Gefahren vermeiden oder zumindest erheblich minimieren lassen.

Beim Wandern gilt die Regel: Vorbereitung ist das halbe Leben.

Je nachdem in welcher Gegend Du eine Wanderung planst, gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Diese gilt es zu beachten und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. So sollte jede Wanderung weltweit zu einem unvergesslich positiven Erlebnis werden.

Wandern in Patagonien – Ein ganz persönliches Wanderhighlight


Gefahren beim Wandern: So kannst Du Deine Familie im Ernstfall absichern

Apropos „Vorkehrungen treffen“. Nicht immer geht eine Wanderung gut aus – leider. Schlagzeilen von verunglückten Wanderern weltweit gibt es immer wieder. Natürlich mag das zunächst niemand so gerne lesen oder gar daran denken.

Wer allerdings eine Familie hat, der hat auch eine ganz andere Verantwortung. Wanderungen sollten noch sorgfältiger geplant werden und das eigene Ego muss nicht über allem stehen, denn leider ist Selbstüberschätzung die wohl häufig größte Gefahr in den Bergen.

Reisen mit Baby und Kleinkind
Wer eine Familie hat, der hat eine ganz besondere Verantwortung

Und was ist, wenn der Ernstfall eintritt und Dir etwas zustößt?

Dann hast Du Dich hoffentlich auch darauf vorbereitet. Wie? Mit einer Risikolebensversicherung, die Deinen Einkommensausfall absichert und Deiner Familie eine finanzielle Sicherheit gibt – auch über Deinen Tod hinaus.

Die Risikolebensversicherung von CosmosDirket sorgt für eine finanzielle Absicherung Deiner Familie in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Darüber hinaus sorgt sie dafür, dass eure eventuell bestehenden Kredite zurückgezahlt werden können.

Wandern mit der Osprey Kraxe Praxistest
Mit einer Risikolebensversicherung tragen wir Verantwortung für unsere Familie – auch über unseren Tod hinaus

Wir Eltern haben eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Kindern bzw. unserer Familie. Auch wenn das Thema Tod gerne todgeschwiegen wird, so solltest Du entsprechend vorsorgen und Deiner Familie immerhin finanzielle Sorgen ersparen.

Mit der richtigen Vorbereitung und gesundem Menschenverstand bin ich mir allerdings sicher, dass Du von all Deinen Wanderungen wohlbehalten zu Deiner Familie zurückkehrst.

Welchen gefährlichen Erfahrungen hast Du beim Wandern weltweit bereits gemacht? Rein damit in die Kommentare, damit wir alle daraus lernen können.


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Hi, ich bin die Steffi: Reisende, Frischluftsüchtige, Bewegungsjunkie, Bergliebhaberin, Aussichten-Genießerin, Mama des Weltreisebabys und Autorin des Blogs a daily travel mate. Der Reise- und Wanderblog für große und kleine Aktiv-Reisende.

1 comment

  • Unbedingt drauf achten, dass man eine Unfallversicherung mit dem Einschluss von Bergungskosten bei Weltreisen versichert. Hier sollten mind. 50.000 Euro versichert sein. Die Grundsumme der Versicherung selbst ist für die Reise weniger entscheidend (aber natürlich nicht unwichtig). Wenn man aber hauptsächlich für die Reise sinnvoll abgesichert sein sollte, muss auf das Thema weltweite Deckung und Bergungskosten geachtet werden. Auch versichert ist es, wenn z.B. nur angenommen wird, eine Person sei verschollen und dann ein Suchtrupp oder Hubschrauber für die Suche benutzt wird. Selbst wenn die Person dann am Ende gar nicht derart verschollen war, muss die Unfallversicherung diese Kosten für die (versuchte, bermeintliche) „Bergung“ übernehmen.

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